Geplant ist demnach, dass Plattformen, die von der Regierung als «risikoreich» eingestuft werden, künftig Massnahmen ergreifen sollen, um das Alter ihrer Nutzer zu überprüfen. Dafür könnten bereits vorhandene Informationen über Accounts, Altersschätzungen anhand biometrischer Merkmale, digitale Identitätsdienste oder amtliche Ausweisdokumente genutzt werden, hiess es.
Der Gesetzentwurf muss noch das Parlament passieren. Beide Koalitionspartner der National Party von Premierminister Luxon lehnen ihn allerdings ab. Die oppositionelle Labour-Partei hat sich bislang nicht zu dem Entwurf geäussert.
Keine Strafen für Kinder und Eltern geplant
Das Gesetz soll unter anderem für die Plattformen Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube und X gelten. Die Plattformen müssten regelmässig bewerten, welche Risiken von ihren Angeboten ausgingen und darüber Auskunft geben, wie sie diese erkennen und verringern, hiess es.
Bei Verstössen drohen Unternehmen den Plänen zufolge Strafen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes. Sanktionen gegen Kinder, Eltern oder andere Aufsichtspersonen seien dagegen nicht vorgesehen, sagte Stanford. «Eltern geben ihr Bestes, aber von ihnen sollte nicht erwartet werden, dass sie es allein mit den grössten Technologieunternehmen der Welt aufnehmen.»
Vorstösse in mehreren Ländern
Neuseelands Nachbarland Australien hatte am 10. Dezember 2025 als erstes Land der Welt ein generelles Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eingeführt. Damit wolle man Kindern ihre Kindheit zurückgeben - und sie zudem vor Cybermobbing und dem Konsum verstörender Inhalte schützen, hatte die Regierung ihren bahnbrechenden Schritt begründet. Mittlerweile wollen immer mehr europäische Länder dem Beispiel folgen. Auch in Deutschland kündigte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) an, ein solches Verbot einführen zu wollen./rjl/DP/mis
(AWP)
