Bei «Avenger Triad 26» handelt es sich nicht um eine klassische Truppenübung, sondern um Simulationen auch mit Hilfe von KI, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit westlicher Streitkräfte bei der Verteidigung zu üben. Damit soll die vor rund zwei Jahren gestartete «Eastern Flank Deterrence Initiative» (EFDI/Initiative zur Abschreckung an der Ostflanke) mit verbesserter Koordination und erhöhter Kampfkraft noch mehr Gestalt annehmen.

Von der Ukraine lernen

Major Ben Schiff von den US-Streitkräften sagte in Wiesbaden-Erbenheim, das westliche Militär lerne von der Ukraine dazu. Die von Russland überfallene Nation habe etwa schneller als jeder andere Staat Militärdrohnen weiterentwickelt. Bei der EFDI würden beispielsweise Aufklärungsdrohnen, Bodensensoren, Radare, Kameras und Waffensysteme in einem Netzwerk integriert. Dieses könne in Sekundenschnelle mit all seinen Komponenten kommunizieren. Es sei für alle Nato-Partner offen zugänglich.

Bei einer internationalen Vorübung für die Planung der Hauptübung «Avenger Triad 26» wurden in einer riesigen Halle in Wiesbaden-Erbenheim bereits zahlreiche Militärsysteme den beteiligten Soldaten zur Anschauung präsentiert. Dazu zählten etwa unbemannte Minenaufklärungsfahrzeuge, die die Risiken für Menschenleben minimieren sollen, Abfangdrohnen gegen feindliche Flugkörper und im aktuellen Irak-Krieg zerstörte iranische Aufklärungsdrohnen./jaa/DP/jha

(AWP)