Chevron reiht sich neben Shell und Totalenergies in die Liste der Konzerne ein, die deutlich höhere Gewinne verzeichnen. Die Ölgiganten erzielen von der Rohölförderung über die Raffination bis hin zum Handel höhere Margen. Da der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den USA und dem Iran Ende Februar stark eingeschränkt ist, sind die Preise für Alternativen zu Rohöl aus dem Persischen Golf in die Höhe geschossen.

Der Rohölpreis, der Ende April bei der weltweiten Referenzsorte Brent auf über 125 Dollar pro Barrel gestiegen war, trug massgeblich zum Gewinnanstieg von Chevron bei. Zwar sind die Ölpreise seitdem wieder in den 90-Dollar-Bereich gefallen, doch die Margen bei der Weiterverarbeitung in Raffinerien bleiben nahe einem Rekordniveau, da bei Diesel, Kerosin und Benzin regionale Versorgungsengpässe herrschen. Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien verschärfen die Engpässe zusätzlich.

Chevron erhöhte im Quartal die Produktion um ein Fünftel auf 4,07 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag. Dazu trugen vor allem Anlagen im US-Golf von Mexiko und in Kasachstan bei, die ihre Produktion im Laufe des Quartals steigerten. Zudem profitierte der Konzern von seiner 55-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Energieunternehmens Hess Corporation im vergangenen Jahr./mne/men/jha/he

(AWP)