Am Markt wurde auf einen Medienbericht verwiesen. Demnach prüfen europäische Länder nach Informationen von Insidern eine Freigabe strategischer Reserven, um den starken Anstieg der Kraftstoffpreise abzufedern.

Zuvor hatte die US-Regierung unter Präsident Donald Trump die Europäische Union dazu gedrängt, Dieselreserven freizugeben. Mit einer solchen Massnahme könnten mögliche US-Exportbeschränkungen abgewendet werden. Finanzminister Scott Bessent appellierte an die europäischen Partner, zur Linderung der weltweiten Knappheit beizutragen.

Rohstoffexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank verwies zudem auf Schätzungen der vergangenen Tage, die von gestiegenen Ölexporten aus der Golfregion ausgehen und damit von einem grösseren Angebot auf dem Weltmarkt. Trotz des weiterhin schwelendem Kriegs würden sich die Lieferungen von Rohöl wieder ihren Vorkriegsniveaus annähern, heisst es. Die Schätzungen basieren auf Zahlen von Datenanbietern wie Kpler und Aussagen von Händlern sowie Reedereien.

Der Iran-Krieg und die damit verbundene Blockade von Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus hatten die Ölpreise in den vergangenen Monaten immer wieder angetrieben. Seit Beginn des Jahres ist Rohöl der Sorte Brent um mehr als 60 Prozent teurer geworden, was mittlerweile zu einem deutlichen Anstieg der Inflation geführt hat und Notenbanken zunehmend zu Zinserhöhungen bewegt./jkr/he

(AWP)