Bei einem Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Saudi Aramco sei eine Drohne durch die Luftabwehr abgeschossen worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete. Dabei wurden zwei Menschen durch Trümmerteile getötet. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Informationen aus dem saudischen Energieministerium berichtete, sei der Betrieb auf dem Ölfeld - das über eine Förderkapazität von einer Million Barrel Rohöl pro Tag verfügt - nicht beeinträchtigt worden.
Zudem hat es einen Angriff auf den Flughafen im saudi-arabischen Dammam gegeben, was am Markt die Sorge vor einer weiteren Eskalation der Lage im Nahen Osten und einer Verknappung des Ölangebots schürte. Die USA haben nach den Angriffen, die bereits am Mittwoch stattgefunden haben, den Abzug eines Teils ihres Botschaftspersonals sowie der dazugehörigen Familienangehörigen aus dem Königreich angeordnet.
Die anhaltenden militärischen Angriffe in der ölreichen Region am Persischen Golf in den vergangenen Tagen und das Risiko einer erneuten Eskalation nach den Zwischenwahlen (Midterms) in den USA Anfang November hätten den Ölpreisen Auftrieb verliehen, sagte Rohstoffhändlerin Rebecca Babin vom Finanzdienstleister CIBC Private Wealth Group.
Seit Beginn des Jahres hat der Preis für Rohöl der Sorte Brent mittlerweile um um mehr als 80 Prozent zugelegt, nachdem die Ölströme aus dem Persischen Golf durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran gestört wurden./jkr/la/he
(AWP)
