Schon seit einigen Wochen geben die Erdölpreise in der Tendenz nach. Für Verunsicherung sorgen mehrere Entwicklungen: Auf der Angebotsseite kommt insbesondere aus den USA deutlich mehr Rohöl. Auch Russland hat seine Lieferungen nach Medienberichten zuletzt gesteigert. Dagegen wird eine schwächere Nachfrage erwartet, weil sich die Konjunktur in grossen Verbrauchsregionen wie Europa abkühlt.
Für Irritation hat zuletzt der grosse Ölverbund Opec+ gesorgt. Vor knapp zwei Wochen haben die von Saudi-Arabien und Russland angeführten Förderländer zusätzliche Produktionskürzungen beschlossen. Am Markt wird jedoch an deren Umsetzung gezweifelt, weil die Kürzungen «freiwillig» vorgenommen werden sollen. Zudem hatte es vor der Einigung Streit über die Förderquoten einzelner Länder gegeben./bgf/stk
(AWP)