Am Morgen war bekannt geworden, dass in China die Verbraucherpreise im Juli gesunken waren. Experten führen den Preisverfall in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt unter anderem auf die anhaltend schwache Konsumnachfrage und Probleme am Immobilienmarkt zurück. Zuletzt hatten mehrfach schwache Konjunkturdaten aus China die Ölpreise belastet.
Zudem wurde am Markt auf die jüngste Entwicklung der US-Ölreserven verwiesen. Wie am Vorabend bekannt wurde, hat der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl um rund vier Millionen Barrel verzeichnet. Steigende US-Ölreserven belasten in der Regel die Ölpreise.
Der Preisrückgang am Ölmarkt hielt sich aber in Grenzen. Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Entwicklung im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein russisches Tankschiff habe die Sorge vor einer Unterbrechung russischer Öllieferungen durch das Schwarze Meer die Ölpreise am Morgen gestützt./jkr/nas