Das Ringen um eine Wiederaufnahme von Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs geht weiter, während die Blockade der Strasse von Hormus die Rohstoffmärkte unter Druck setzt. US-Präsident Donald Trump ist laut Medienberichten bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, damit der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges macht.
Der US-Präsident hatte eine Öffnung der von Teheran weitgehend blockierten Strasse von Hormus zur Bedingung für die Waffenruhe gemacht. Zugleich hält er an der US-Seeblockade fest, die Schiffe betrifft, die aus iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern.
Das Ausbleiben von Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs verunsichert die Anleger an den Rohstoffmärkten. Seit Beginn der Woche hat sich Rohöl aus der Nordsee um etwa sechs Dollar und US-Öl um fast vier Dollar je Barrel verteuert. Zudem bewegt sich Nordseeöl wieder in Richtung des Hochs seit Beginn des Krieges, das im März bei etwa 120 Dollar je Barrel erreicht worden war.
Experte Dennis Kissler vom Finanzdienstleister BOK Financial Securities geht davon aus, dass der Preisanstieg so lange weitergehen dürfte, bis eine der beiden Kriegsparteien nachgibt. Seiner Einschätzung nach sind die Verhandlungen über ein Abkommen festgefahren. «Je länger kein Öl durch die Strasse von Hormus fliesst, desto weiter werden die Preise steigen», sagte Kissler.
(AWP)

