Zwar setzen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien fort. Bislang ist jedoch unklar, ob dadurch die Öllieferungen des weltweit grössten Rohölexporteurs beeinträchtigt wurden. «Die Angriffe der Huthi haben bislang nicht zu den schweren Lieferunterbrechungen geführt, die der Markt befürchtet hatte», sagte Takahiro Asaoka, Experte beim Itochu Research Institute, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Deshalb gehe ein Teil des geopolitischen Risikoaufschlags bei den Ölpreisen zurück.
Darüber hinaus habe auch die jüngste Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Entwicklung der Nachfrage auf dem Weltmarkt weiter Wirkung gezeigt, heisst es. Die IEA hatte am Vortag die Nachfragevorhersage für 2027 gesenkt.
Generell bleibt aber die Versorgungslage am Ölmarkt nach monatelangen Beeinträchtigungen durch die Folgen des Iran-Kriegs mit einer Blockade der Öllieferungen durch die Strasse von Hormus angespannt. Rohöl der Sorte Brent ist seit Jahresbeginn um mehr als 70 Prozent teurer geworden./jkr/he
(AWP)
