Nach den deutlichen Gewinnen in der Vorwoche haben sich die Notierungen seit Montag in einer vergleichsweise engen Handelsspanne gehalten. Zwar haben zuletzt Angriffe auf Handelsschiffe in der Strasse von Hormus die Sorge über die Ölversorgung aus dem Nahen Osten verstärkt. Dagegen wirkte allerdings die angekündigte Freigabe weiterer strategischer Reserven als Bremse bei den Ölpreisen.
Hinzu kommt, dass die Internationale Energieagentur im Lauf der Woche ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Rohöl im nächsten Jahr gesenkt hat. Im Verlauf der Woche «hielten sich »preisdämpfende und preistreibende Faktoren weitgehend die Waage«, kommentierte Rohstoffexperte Norman Liebke von der Commerzbank den Handel. Und so steht der Preis für Öl der Nordseesorte Brent im Vergleich zum Beginn der Woche nahezu unverändert.
Allerdings bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter angespannt. In einem Interview mit dem Sender Newsmax hat US-Präsident Donald Trump eine weitere Eskalation nicht ausgeschlossen. Analysten des Beratungsunternehmens Eurasia Group gehen eher davon aus, dass der Iran-Krieg in den kommenden Wochen weiter eskalieren dürfte. »Der Status quo der Konfrontation ist für die USA nicht länger tragbar", heisst es in einer Analyse./jkr/jha/
(AWP)
