Bereits am Montag waren die Ölpreise zeitweise um zweieinhalb Prozent gestiegen, nachdem der Iran-Krieg nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran wieder eskaliert war. Darüber hinaus meldete das auf maritime Sicherheit spezialisierte Beratungsunternehmen Marisks, dass jüngst zwei Rohöl-Tanker von unbekannten Geschossen getroffen wurden. Nach Angaben von Marisks befanden sich beide Schiffe gerade auf der Ausfahrt aus dem Persischen Golf.
Zuvor hatte bereits die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht gemeldet, dass in der Strasse von Hormus erneut ein Öltanker angegriffen worden sei. Demnach wurde er während der Ausfahrt aus der Meerenge von Geschossen getroffen. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.
Am Markt herrsche derzeit Ungewissheit, wie es mit dem Iran-Krieg weitergeht, sagte Rohstoffstratege Bart Melek von der kanadischen Investmentbank TD Securities. Er rechnet eher mit weiter steigenden Rohölpreisen, da es «keine Anzeichen dafür gibt, dass der normale Transit durch die Strasse von Hormus in naher Zukunft wieder aufgenommen wird».
Allgemein wird immer mehr damit gerechnet, dass die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran noch über Monate andauern könnten. Hinzu kommt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine mit immer neuen Angriffen auf die russische Ölindustrie, die derzeit das Angebot insbesondere bei Diesel verknappen./jkr/jsl/stk
(AWP)
