Die Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA halten an. Eine Öffnung der Strasse von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. Der Iran hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben eine neue Anti-Schiffs-Rakete gegen die US-Marine eingesetzt. Die Strasse von Hormus hat sich im Verlauf des Kriegs zum zentralen Streitpunkt zwischen Washington und Teheran entwickelt: Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den Transport von Öl, Erdgas und Dünger weltweit bedeutende Meerenge noch immer weitestgehend.
Unterdessen haben Staaten des Ölförderverbands Opec+ am Wochenende mitgeteilt, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern, darunter die Grossproduzenten Saudi-Arabien und Russland, gab die Beibehaltung der aktuellen Quoten nach einer Online-Sitzung bekannt.
«In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 US-Dollar», sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei Goldman Sachs, in einem Interview mit Bloomberg TV. Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigten, dass das Risiko einer Ausweitung und Verschärfung der Störungen im Schiffsverkehr erheblich sei.
Bereits in der Vorwoche waren die Ölpreise kräftig gestiegen, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und Iran nach einer Phase relativer Ruhe wieder verschärft hatten./jsl/nas
(AWP)
