Zuletzt haben diplomatische Bemühungen im Nahen Osten an Dynamik gewonnen, was die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation dämpfte. Der Iran und der Oman haben sich auf einen «vorläufigen Rahmen» zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus geeinigt. Die Bemühungen zielen darauf ab, die Öltransporte aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Meerenge zu erhöhen.
Seit Montag ist der Preis für Rohöl der Sorte Brent um etwa acht Dollar je Barrel gesunken. Zuvor hatten die Aussicht einer dauerhaften Blockade der Meerenge am Persischen Golf die Ölpreise noch stark nach oben getrieben. Seit Beginn des Jahres ist der Rohstoff um mehr als 40 Prozent teurer geworden.
Am Markt wurde zudem auf einen Anstieg der Ölreserven in den USA verwiesen. Dem Interessenverband American Petroleum Institute (API) zufolge sind die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 4,2 Millionen Barrel gestiegen. Grössere Ölreserven in der grössten Volkswirtschaft der Welt setzen die Ölpreise in der Regel unter Druck. Im weiteren Handelsverlauf werden noch die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet./jkr/jsl/he
(AWP)
