Unterdessen war laut örtlichen Medienberichten im Bereich der Strasse von Hormus zu Explosionen gekommen. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf amtliche Quellen. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hiess es weiter. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.
Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Strasse von Hormus oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Attacken der Iranischen Revolutionsgarden auf US?Kriegsschiffe in der Region.
Die wiederaufgeflammten Kämpfe der vergangenen Woche beendeten eine Phase relativer Ruhe und trieben die Preise für Öl und Erdgas nach oben. Brent hat sich in diesem Jahr bislang um fast 70 Prozent verteuert, liegt aber noch deutlich unter dem Kriegshoch von 126 US-Dollar je Barrel aus dem April.
Für deutlich höhere Preise müsse sich die jüngste Eskalation jedoch stärker in erneuten Störungen der Rohöllieferungen durch die Strasse von Hormus niederschlagen, sagte Warren Patterson, Rohstoffstratege bei der niederländischen Bank ING, der Nachrichtenagentur Bloomberg./stk/zb
(AWP)
