Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember kletterte erstmals seit Mai wieder über die Marke von 110 US-Dollar. Zuletzt notierte er wieder knapp darunter.

Viele Abgeordnete des US-Kongresses lehnen jegliche Massnahmen ab, die es Russland erleichtern würden, Einnahmen etwas aus Diesel- oder Rohölverkäufen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine zu erzielen. Wenn nun weniger russischer Diesel auf den Markt gelangt, könnte dies zu einer stärkeren Nachfrage nach Rohöl führen, da Raffinerien in anderen Ländern ihre Produktion hochfahren, um mit der weltweiten Nachfrage Schritt zu halten.

Derweil bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter angespannt. In einem Interview mit dem Sender Newsmax hat Trump eine weitere Eskalation nicht ausgeschlossen. Analysten des Beratungsunternehmens Eurasia Group gehen eher davon aus, dass der Iran-Krieg in den kommenden Wochen weiter eskalieren dürfte. «Der Status quo der Konfrontation ist für die USA nicht länger tragbar», heisst es in einer Analyse./la/he

(AWP)