Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni zog im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar an. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Ein Ende des Krieges stellte Trump in seiner Rede zwar erneut in Aussicht, lieferte dabei aber kaum Neues und bekräftigte frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele «sehr bald» zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben: «Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.»

In der Zwischenzeit liefen Gespräche weiter, sagte Trump. Falls es nicht zu einer Einigung mit dem Iran kommen sollte, würden die USA Kraftwerke des Landes hart angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäusserte Drohung. In seiner abendlichen Ansprache zur besten Sendezeit führte Trump im Weissen Haus nochmals seine Gründe für den Krieg gegen den Iran aus. Er verbreitete auch Zuversicht und lobte die Erfolge des US-Militärs wie gewohnt überschwänglich.

(AWP)