Der nominale Umsatz des Detailhandels stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 1,2 Prozent, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Auswertung von Debit- und Kreditkartentransaktionen durch den Branchenverband Swiss Retail Federation hervorgeht. Der Onlinehandel legte dabei um 3,0 Prozent zu. Der stationäre Handel wuchs lediglich um 1,0 Prozent.
Das Wachstum beim stationären Handel war vor allem dem Lebensmittelbereich zu verdanken. Dort legten die Umsätze um 3,8 Prozent zu. Der Bereich profitierte vom andauernden Bevölkerungswachstum und dem wachsenden Grundbedarf.
Im stationären Non-Food-Handel dagegen hält die Krise an, und es resultierte ein Umsatzrückgang von 3,3 Prozent. Besonders betroffen waren die Bereiche Textilien und Schuhe, Möbel und Haushalt, Do-it-yourself sowie Freizeit und Spielwaren.
Die Entwicklung zeige, dass sich Online- und stationärer Handel zunehmend auseinanderentwickelten, erklärte der Verband. Während der digitale Vertrieb weiter Marktanteile gewinne, steige der Druck auf klassische Verkaufsflächen.
Die Swiss Retail Federation, die 2300 Detailhändler ohne die Grossverteiler vertritt, verlangt deshalb bessere Rahmenbedingungen für den stationären Handel. Dazu gehören liberalere Ladenöffnungszeiten, einfachere Bewilligungsverfahren sowie bessere Zufahrts- und Parkierungsmöglichkeiten. Zudem spricht sich der Verband gegen zusätzliche regulatorische und finanzielle Belastungen für den Detailhandel durch höhere Mehrwertsteuersätze oder zusätzliche Lohnabgaben aus.
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(AWP)
