Der Ölmarkt wird derzeit von den Folgen des Iran-Kriegs und einer Blockade von Schiffstransporten durch die Strasse von Hormus belastet. Im kommenden Jahr rechnet die Opec wieder mit einem deutlich stärkeren Anstieg der weltweiten Ölnachfrage. Das Ölkartell hat die Wachstumsprognose für 2027 angehoben. Demnach wird nunmehr ein Wachstum der Nachfrage um täglich rund 2,16 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Prognose zuvor nur bei 1,94 Millionen Barrel pro Tag lag.
Der Ölverbund Opec+ aus Ländern des Kartells und anderer wichtiger Förderstaaten, darunter Russland, hat in den vergangenen Monaten die Förderung mehrfach erhöht. Zuletzt hatte die Opec+ zu Beginn des Monats das sechste Mal in Folge die Obergrenze für die Ölförderung angehoben, um täglich 188.000 Barrel (je 159 Liter) ab September.
Wie aus dem Monatsbericht weiter hervorgeht, betrug die Fördermenge des Kartalls im Juli durchschnittlich 23,632 Millionen Barrel pro Tag. Das sind etwa 1,6 Millionen Barrel mehr als im Juni. In den Daten sind noch die Fördermengen der Vereinigten Arabischen Emirate enthalten, die im April ihren Austritt aus dem Ölkartell erklärt hatten.
Zuletzt haben sich die Ölpreise wegen der Folgen des Iran-Kriegs und einer anhaltenden Sperrung der Strasse von Hormus für Öltransporte wieder verteuert. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Oktober hielt sich zuletzt bei knapp 90 Dollar je Barrel./jkr/jsl/jha/
(AWP)
