Leo hatte im Frühjahr eine Enzyklika - ein Lehrschreiben der katholischen Kirche - zu Chancen und Risiken von KI veröffentlicht, das international viel beachtet wurde. Auf die Frage, ob er die Sorgen vor einer Zerstörung der Menschheit durch KI teile, antwortete der Papst an Bord seines Flugzeugs: «Ob ich im Panikmodus bin? Nein, bin ich nicht. Ich schlafe nachts ruhig.»

Seitenhieb gegen Trump

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der nach solchen Warnungen auch aus KI-Unternehmen von «Hoax» gesprochen hatte, fügte er jedoch hinzu: «Ich glaube nicht, dass das Fake News sind, wie manche behauptet haben, um sich finanzielle oder sonstige Vorteile zu verschaffen. Einfach zu sagen »Ach, das wird schon nicht geschehen« und die Augen zu verschliessen, ist wahrscheinlich nicht der verantwortungsvollste Weg, damit umzugehen.»

Der Papst verwies darauf, dass der Vatikan zum Thema KI bereits eine eigene Kommission eingerichtet hat. Ziel sei es, «Wege zu finden, die sicherzustellen, dass KI nicht an einen Punkt gelangt, an dem sie die Menschheit zerstören oder aus dem Geschehen verdrängen könnte.» Er sei «relativ optimistisch», dass darüber ein Dialog in Gang kommen könne. «Ich glaube, dass es genügend Menschen gibt, die sich ernsthaft dafür interessieren und bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen.»/cs/DP/he

(AWP)