Mit blinder und sinnloser Gewalt könne nicht besiegt werden, was Menschen verbindet, schrieb Parmelin am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst X.
Er nannte dabei die Erinnerung, die Solidarität, die Würde und das Bekenntnis zur Demokratie. Die Gewalttat vor 25 Jahren habe das Leben vieler Menschen «für immer verändert», so der Bundespräsident weiter.
Am 27. September 2001 betrat ein 57-jähriger Attentäter das Zuger Regierungsgebäude und tötete innert weniger Minuten drei Mitglieder des Regierungsrats sowie elf Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Weitere 15 Personen wurden verletzt. Anschliessend nahm sich der Schütze das Leben.
Ermittlungen zufolge soll er aus Rache und Wut auf die Behörden gehandelt haben. Zuvor hatte der Mann mehrere Amtspersonen angezeigt - das Zuger Obergericht hatte seine Anzeigen jedoch abgewiesen. Die Tat löste landesweit Entsetzen aus und führte zu einer Debatte über die Sicherheit von Politikern und den Umgang mit Querulanten.
Der amtierende Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler hat das Attentat miterlebt. Der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erzählte er, wenn laute Türgeräusche ertönten, sei er noch heute kurz paralysiert.
(AWP)
