Weiter sollen neben Webservern auch Anwendungen und Geräte, die PHP als integrierte Komponente verwenden, geprüft werden, teilte das Bundesamt für Cybersicherheit am Mittwoch auf seiner Webseite mit. Die Prüfung dürfe sich nicht nur auf öffentlich erreichbare Webseiten beschränken.

Betroffene sollen mit ihren Softwarelieferanten und Dienstleistern klären, welche Produkte betroffen sind und welche Updates benötigt werden. Dabei sollen Systeme priorisiert werden, die aus dem Internet erreichbar sind und Anwendungen mit Zugriff auf besonders schützenswerte Daten oder kritische Geschäftsprozesse. Anschliessend sollen auch interne Systeme geprüft werden.

Auch Schweizer Webseiten betroffen

Infolge der entdeckten Sicherheitslücke haben in der Schweiz mehrere Anbieter ihre Portale vorsorglich abgeschaltet. So waren zum Beispiel die Webseiten der Universität Genf und jene der ETH Lausanne am Mittwochabend nicht aufrufbar, wie der Blick berichtete. Auch verschiedene Hosting-Anbieter haben ihre Webseiten abgeschaltet.

Der Kanton Basel-Stadt schaltete seine Webseiten wegen der PHP-Lücke ebenfalls präventiv ab, wie das Präsidialdepartement des Kantons mitteilte. Verschiedene Informationen und Dienstleistungen der Webseiten des Kantons waren daher nicht mehr zugänglich. Bisher sei kein sicherheitsrelevanter Vorfall aufgrund der PHP-Lücke registriert worden, hiess es im Communiqué weiter.

(AWP)