Pierer Mobility fallen gegen 10.10 Uhr 10,1 Prozent auf 52,40 Franken. Im bisherigen Tagestief waren es sogar lediglich 50,90 Franken (-12,7 Prozent). Damit wurde auch das bisherige Jahrestief bei 51,20 Franken Anfang November nach unten durchbrochen. Bis zum Vorabend hatten die Aktien seit Anfang Jahr bereits 13 Prozent verloren. 2022 waren es fast 30 Prozent. Der SPI tendiert zeitgleich kaum verändert.
Die Gesellschaft rechnet für 2023 mit einem Umsatzwachstum von 7 bis 9 Prozent bei einer EBIT-Marge zwischen 5 und 7 Prozent. Bislang hatte das Unternehmen ein Umsatzwachstum zwischen 6 und 10 Prozent und eine EBIT-Marge im Bereich von 8 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt.
Analysten rechnen jetzt damit, dass die Konsensschätzungen für das zu Ende gehende Jahr sowie für das nächste Jahr deutlich sinken werden. Stifel geht davon aus, dass die EBIT-Konsensschätzungen um 35 Prozent respektive 40 Prozent gesenkt werden dürften. 2022 erzielte Pierer einen EBIT von 235 Millionen Euro.
Weil Pierer auch das Händlernetz im schwierigen Umfeld unterstützen will, erwartet der zuständige Stifel-Analyst, dass auch die Nettoverschuldung stark ansteigen wird.
Die Hauptursache für die Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2023 sei die überarbeitete Strategie, heisst es zudem von Vontobel. Die Verlagerung von Teilen der Forschung und Entwicklung sowie der Produktion weg von Europa werde sich erheblich auf das Geschäftsjahr 2024 auswirken. Mittelfristig dürfte es aber zu einem geringeren Investitionsaufwand führen.
Alle drei Analysehäuser bestätigen allerdings ihre Kaufempfehlung für die Aktien.
ys/tv
(AWP)