383 neue Coronavirus-Infizierte in einem Tag in der Schweiz

(Zusammenfassung, Text umgeschrieben und ergänzt mit Covid-App-Nutzer-Zahlen, Maskenpflicht in Freiburg und Wallis sowie Lidl, neu ist alles ab dem 5. Abschnitt nach dem Lead) - Die Zahl der Coronavirus-Neuansteckungen ist in der Schweiz und in Liechtenstein sprunghaft angestiegen. So wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb eines Tages 383 neue bestätigte Fälle gemeldet. Das sind so viele wie seit Mitte April nicht mehr. Am Dienstag waren es noch 202, am Montag 157 und am Sonntag 276 Fälle gewesen.
26.08.2020 15:29

Ähnlich hoch wie am Mittwoch war die Zahl der Neuansteckungen letztmals am 12. April gewesen mit 400 Fällen innerhalb eines Tages. Danach sank sie ab auf 280 am darauffolgenden Tag und stieg dann aber bis zum 19. April wieder über gut 300 an. Erst ab dem 20. April fielen die täglichen Neuansteckungen wieder deutlich auf zuerst 204 und danach über längere Zeit auf unter 200 und gar unter 100.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 40'645 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Vortag kam es zu acht neuen Spitaleinweisungen. Damit mussten seit Anfang der Pandemie 4514 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb seit Dienstag unverändert bei 1723.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 962'895 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 14'456 neue Tests gemeldet. Bei 5,1 Prozent dieser Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus.

Immer mehr aktive App-Nutzer

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung steckten am Montag nach Angaben des BAG 1973 Personen in Isolation und 7971 standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 15'285 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

Die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer der SwissCovid-App lag am Dienstag bei 1,47 Millionen, wie der entsprechenden Webseite des Bundesamtes für Statistik (BFS) am Mittwoch zu entnehmen war. Damit bewegt sich die Zahl weiter nach oben. Vor einer Woche wurden noch 1,36 Millionen Nutzer verzeichnet.

In der App können Infizierte einen sogenannten Covid-Code eingeben, mit dem alle anderen App-Nutzer alarmiert werden, die sich in den vergangenen Tagen während mehr als 15 Minuten in der Nähe der infizierten Person aufgehalten hatten. Gemäss der Website wurden am Dienstag 41 solcher Codes eingegeben. Vor einer Woche waren es noch 54.

Freiburg und Wallis ziehen nach

Im Kanton Freiburg gilt ab Freitag für Personen ab zwölf Jahren in Läden eine Maskenpflicht. Und als achter Kanton in der Schweiz führt das Wallis ab kommenden Montag eine Maskenpflicht in allen Läden ein.

Das Freiburger Verkaufspersonal muss eine Gesichtsmaske tragen, sofern es nicht durch eine Scheibe geschützt ist. Für das Servicepersonal in Restaurants, Bars und Diskotheken gilt ebenfalls eine Maskentragpflicht, wie einer Mitteilung der Freiburger Kantonsverwaltung vom Mittwoch zu entnehmen ist. Personen, die in einem Restaurant oder einer Bar innerhalb eines Geschäfts sitzen, müssen hingegen keine Maske tragen.

Bereits mehrere Kantone haben eine Maskentragpflicht in Läden beschlossen, zuletzt der Kanton Zürich. Dort gilt ab Donnerstag eine solche Pflicht für Läden in Innenräumen. "Maske auf" in Geschäften heisst es bereits in den Kantonen Basel-Stadt, Waadt, Genf, Jura und Neuenburg.

Lidl-Angestellte müssen Maske tragen

Die Mitarbeitenden von Lidl müssen ab kommenden Freitag in allen Schweizer Filialen eine Schutzmaske tragen. Bei Migros und Coop ist das für die Angestellten in Kantonen ohne Maskenpflicht hingegen weiterhin freiwillig.

Der Discounter Lidl verpflichtet seine Mitarbeitenden in allen Filialen in der Schweiz zum Tragen einer Maske. Die Maskenpflicht gilt ab dem 28. August während der Öffnungszeiten in den 146 Geschäftsstellen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

(AWP)