Alphabet - Google wächst in Zürich weiter und eröffnet Campus Europaallee

Die Zahl der Google-Mitarbeitenden in Zürich ist auf rund 5000 gestiegen. Am Montag eröffnete der US-Technologiekonzern an der Europaallee beim Hauptbahnhof einen Campus.
27.06.2022 15:34
Eingang beim Google-Sitz nahe Hauptbahnhof Zürich.
Eingang beim Google-Sitz nahe Hauptbahnhof Zürich.
Bild: cash

Zürich bleibt damit weiterhin der grösste Forschungs- und Entwicklungsstandort des Unternehmens ausserhalb der USA, wie Patrick Warnking, Länderchef von Google Schweiz, am Montag an der Eröffnung des neuen "Campus Europaallee" sagte. Es handelt sich um den grössten Standort in der Stadt, gut die Hälfte der Zürcher Google Angestellten arbeitet dort.

Vor rund fünf Jahren wurden die Büros im nahe gelegenen Gebäude der ehemaligen Sihlpost eingeweiht. Auch auf dem Hürlimann-Areal, dem 2007 eröffneten ersten grösseren Zürcher Standort von Google, ist das Unternehmen weiterhin präsent. Rund 2500 Google-Mitarbeitende sind nun beim Bahnhof beschäftigt, die anderen 2500 Hürlimann-Areal.

Die "Zooglers", wie Google seine Mitarbeitenden in Zürich nennt, arbeiten an verschiedenen bekannten Produkten des Technologieunternehmens mit, so etwa an der Videoplattform Youtube, dem Online-Kartendienst Google Maps oder an der Bilderkennung mit künstlicher Intelligenz.

So arbeiten in Zürich mehrere hundert Personen an der Weiterentwicklung von Youtube, wie Google-Sprecher Sam Leiser an einem Rundgang erklärte. Zürich ist der grösste Sitz des Youtube-Entwicklungsteams neben dem Hauptsitz im Kalifornischen San Bruno.

Die Rahmenbedingungen stimmen

Geht es nach Urs Hölzle, dem aus dem Baselbiet stammenden Google-Urgestein und Senior Vice President Engineering, hat der Standort Zürich das Potenzial, noch weiter zu wachsen. "Google ist hier bisher so stark gewachsen, weil Zürich sehr gute Rahmenbedingungen bietet", sagte er.

In den kommenden Jahren will Google laut Hölzle einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit legen. So will das Unternehmen bis 2030 beispielsweise seinen Energiebedarf nicht mehr nur wie bis anhin CO2-neutral, sondern ganz CO2-frei decken.

Zudem sollen Technologien von Google, wie etwa cloud-basierte künstliche Intelligenz, anderen Organisationen dabei helfen, ihre Umweltbilanz ebenfalls zu verbessern.

(AWP/cash)