Belgien setzt Hälfte der Schweizer Kantone auf Corona-Warnliste

Belgien hat seine orange Liste mit den Coronavirus-Risikogebieten auf sechs weitere Kantone ausgeweitet. Genf steht immerhin nicht mehr auf der roten Liste der Hochrisikogebiete. Gemäss der orangen Liste des Königreichs gilt für die betroffenen Kantone "erhöhte Wachsamkeit" bei Reisen.
23.08.2020 14:53

Bei den sechs neu hinzu gekommenen Kantonen handelt es sich um Appenzell-Ausserrhoden, Freiburg, Solothurn, Thurgau, Uri und Wallis. Bereits auf der Liste standen Basel-Stadt, Genf, Glarus, Luzern, Schaffhausen, die Waadt und Zürich.

Blick online meldete die Anpassung der Liste durch das belgische Aussenministerium am Sonntag. Sie ist im Internet aufgeschaltet. Gestrichen wurden demnach Schwyz und Zug.

Mit den 13 aufgelisteten Kantonen gilt die Warnstufe "erhöhte Wachsamkeit". Belgien empfiehlt Quarantäne oder einen Coronavirus-Test, erklärt beides aber nicht für obligatorisch.

Hin und Her auf Listen

Anfang August hatte Belgien Genf, die Waadt und das Wallis auf die rote Liste gesetzt und damit Reisen in diese Kantone verboten. Nach einer Intervention von Aussenminister Ignazio Cassis strichen die Belgier die Waadt und das Wallis.

Schon im Juli stand das Tessin auf der orangen Liste, die belgischen Behörden schrieben damals sogar Quarantäne und Test für Reisende aus dem Tessin vor. Eine bundesrätliche Intervention führte auch hier zu einer Streichung. Die Schweiz setzte Belgien am 20. August auf die Liste der Risikoländer mit Quarantänepflicht nach der Rückkehr.

(AWP)