Belgien sucht weiter nach einer Regierung

Mehr als drei Monate nach der Parlamentswahl in Belgien ist noch immer keine neue Regierung in Sicht. Die Mission der von König Philippe eingesetzten Vermittler wurde am Montag nochmals bis Anfang Oktober verlängert. Dann sollen die beiden Beauftragten Didier Reynders und Johan Vande Lanotte einen Abschlussbericht vorlegen, wie belgische Medien meldeten. Der König habe ihnen aufgetragen, Punkte der Annäherung herauszuarbeiten, um mit der Regierungsbildung zu beginnen.
09.09.2019 17:15

Die Wahl am 26. Mai hatte eine hochkomplizierte Ausgangslage in dem kleinen Land geschaffen, in dem die französischsprachige Wallonie im Süden und das flämischsprachige Flandern im Norden ohnehin oft nicht gut zusammenarbeiten. Extremisten wurden gestärkt, traditionelle Parteien geschwächt. Auch die flämische nationalistische Partei N-VA erlitt Verluste.

Experten sagen, eine stabile Mehrheit sei ohne die Unterstützung der N-VA und der französischsprachigen Sozialisten PS unmöglich. Die beiden Parteien hatten eine Zusammenarbeit im Wahlkampf aber abgelehnt./vsr/DP/zb

(AWP)