Biden-Administration - Kapitalgewinne: USA könnten Spitzenverdiener mit bis zu 43,4 Prozent besteuern

US-Präsident Joe Biden wird informierten Kreisen zufolge vorschlagen, den Steuersatz für die Kapitalertragssteuer für Vermögende fast zu verdoppeln.
23.04.2021 06:52
US-Präsident Joe Biden im Oval Office.
US-Präsident Joe Biden im Oval Office.
Bild: IMAGO / ZUMA Wire

Wie zu hören ist, soll er auf 39,6 Prozent angehoben werden, um bei der Finanzierung einer Reihe von Sozialausgaben zu helfen. Für diejenigen, die 1 Million Dollar oder mehr verdienen, bedeutet der neue Spitzensteuersatz in Verbindung mit einer bestehenden Sonderabgabe auf Kapitalerträge, dass der Bundessteuersatz für wohlhabende Investoren bis zu 43,4 Prozent betragen könnte.

Der neue Spitzensteuersatz wäre den Angaben zufolge eine Erhöhung des derzeitigen Basissatzes von 20 Prozent. Eine 3,8 Prozent-ige Steuer auf Kapitalerträge, die Obamacare finanziert, würde den Plänen zufolge beibehalten. Dadurch würde die Steuerbelastung von Erträgen aus Finanzanlagen höher ausfallen als die Sätze auf einige Lohn- und Gehaltseinkommen.

Der Vorschlag würde die seit langem bestehende Praxis des US-Steuerrechts umkehren, die Renditen auf Investments niedriger zu besteuern als Arbeit. Biden hatte im Wahlkampf für die Angleichung der Kapitalertrags- und Einkommenssteuersätze für Wohlhabende geworben und argumentiert, es sei unfair, dass viele von ihnen niedrigere Sätze zahlten als Arbeitnehmer aus der Mittelschicht.

Am Aktienmarkt führte die Nachricht zu den höchsten Verlusten seit mehr als einen Monat. Der S&P 500 Index schloss an der Wall Street 0,9 Prozent niedriger. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries fiel auf 1,54 Prozent von einem Tageshoch von 1,59 Prozent vor der Bloomberg-Meldung.

(Bloomberg)