Corona-Pandemie - Pfizer-Impfung verhindert fast alle Covid-Toten unter Teenagern

Fast alle Teenager, die wegen Covid intensivmedizinisch behandelt werden mussten, waren ungeimpft. Das ist das Ergebnis einer Studie, die den Einsatz des Impfstoffs von Pfizer und Biontech untersucht hat.
16.01.2022 01:00
Ampullen des mRNA-Impfstoffs "BNT162b2" von BioNTech/ Pfizer mit einer Injektionsspritze.
Ampullen des mRNA-Impfstoffs "BNT162b2" von BioNTech/ Pfizer mit einer Injektionsspritze.
Bild: IMAGO / Eibner Europa

Der Impfstoff verhinderte 98 Prozent der Aufenthalte auf einer Intensivstation und 94 Prozent der Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Covid in der Studie mit mehr als 1000 Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren in 23 US-Bundesstaaten, die am Mittwoch im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde.

Jugendliche können schwere Covid-Komplikationen entwickeln, allerdings geschieht das relativ selten. Diese Tatsache macht es schwieriger, die Wirksamkeit des Impfstoffs zu untersuchen als bei Erwachsenen. Zum Beispiel enthielten die Studiendaten, die Pfizer jüngst für die Zulassung seines Impfstoffes für 12- bis 15-Jährige eingereicht hatte, einfach nicht genügend Fälle, um die Wirksamkeit bei der Prävention von schwerem Covid zu nachzuweisen.

Die Studie der Centers for Disease Control and Prevention zusammen mit 31 Krankenhäusern ist eine der bisher detailliertesten, die zeigt, dass Impfstoffe schwere Covid-Komplikationen bei Teenagern in vielen Fällen verhindern.

"Fast alle Krankenhauseinweisungen und Todesfälle in dieser Bevölkerungsgruppe hätten durch eine Impfung verhindert werden können", so Kathryn Edwards, Professorin für Pädiatrie am Vanderbilt University Medical Center in einer Erklärung zu der Studie.

Die Studie verglich 445 mit Covid ins Krankenhaus eingelieferte Jugendliche mit einer Kontrollgruppe von 777 Heranwachsenden, die aus anderen Gründen aufgenommen wurden, darunter solche mit Covid-ähnlichen Symptomen, die negativ getestet wurden. Sie lief vom 1. Juli bis zum 25. Oktober 2021, als die Pfizer-Impfung für Jugendliche bereits weit verbreitet war und der Delta-Stamm dominierte. 

Insgesamt konstatierten die Forscher, dass 96 Prozent der Jugendlichen, die mit Covid ins Krankenhaus eingeliefert wurden und 99 Prozent derjenigen, bei denen lebensrettende Massnahmen durchgeführt werden mussten, nicht vollständig geimpft waren. Alle sieben Patienten, die an Covid starben und alle 13, deren Blut ausserhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert werden musste, waren ungeimpft.

Etwa 74 Prozent der mit Covid ins Krankenhaus eingelieferten Jugendlichen in der Studie hatten mindestens eine Grunderkrankung, etwa Fettleibigkeit.

(Bloomberg)

 
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