Coronavirus-Epidemie - Chinas Präsident sieht «grösste Gesundheitskrise» seit Staatsgründung

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit ist nach Darstellung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die grösste Gesundheitskrise in der Geschichte der Volksrepublik.
23.02.2020 16:18
Chinas Präsident Xi Jinping während einer Rede in der Grossen Halle des Volkes in Peking im Januar 2020.
Chinas Präsident Xi Jinping während einer Rede in der Grossen Halle des Volkes in Peking im Januar 2020.
Bild: imago images / Xinhua

Auf einem Treffen zum Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 am Sonntag in Peking sagte Xi Jinping nach Angaben des Staatsfernsehens, die Epidemie sei "der grösste öffentliche Gesundheitsnotstand mit der schnellsten Verbreitung, dem breitesten Ausmass an Infektionen und der schwierigsten Vorbeugung und Kontrolle seit der Gründung des neuen Chinas".

"Es ist eine Krise für uns - und ein grosser Test", sagte Xi Jinping nach Angaben des Fernsehens weiter. "Die gegenwärtige Lage der Epidemie ist düster und kompliziert, und Vorbeugung und Kontrolle stecken in der kritischsten Phase." Der Präsident räumte auch "Unzulänglichkeiten in der Reaktion auf die Epidemie" ein. "Wir müssen unsere Erfahrungen zusammenfassen und Lektionen lernen."

Die Epidemie werde "grosse Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft" haben, sagte Xi Jinping ferner. Er halte diese aber für "vorübergehend und beherrschbar", da die Grundlagen für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung China unverändert seien.

(AWP)