Coronavirus-Taskforce Ackermann: "Zwei bis fünf Prozent sind Mutationen"

(Ausführliche Fassung) - Zwei bis fünf Prozent der sequenzierten Proben des Coronavirus in der Schweiz gehören aktuell zur mutierten Variante. Dies sagte Taskforce-Präsident Martin Ackermann am Donnerstag vor den Bundeshausmedien.
14.01.2021 16:12

Die britische Variante sei ansteckender als die bisher bekannten Coronavirus-Stämme. Dies zeigten auch erste Daten aus der Kontaktverfolgung in Grossbritannien, erklärte Ackermann. Die Gefahr sei auch in der Schweiz gross, dass sich die Ausbreitung jede Woche verdopple. Schon im Februar könnten mehr Ansteckungen auf die mutierte als auf die bisherigen Varianten fallen.

Die Impfung sei in diesem Szenario allerdings nicht berücksichtigt. Je schneller in der Schweiz geimpft werde, desto grösser sei die Unterstützung gegen das Wachstum der Fälle.

Die Gesamtzahl bei den Ansteckungen müsse rasch herunter gebracht und die Kontakte müssten auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. "Wir haben die Möglichkeit, den Pfad, wie in Grossbritannien erlebt, frühzeitig zu verlassen", sagte Ackermann. Es habe sich in den Kantonen der Romandie gezeigt, dass strenge Massnahmen wirken, auch wenn direkt keine kausalen Zusammenhänge nachzuweisen seien.

(AWP)