+++Coronavirus-Update+++ - Corona: 73 Prozent in der Schweiz wollen sich impfen lassen - 750'000 Dosen von Moderna für nächste Woche erwartet - Papst spricht sich für Aussetzung von Covid-Impfstoff-Patenten aus - Für Angela Merkel ist die dritte Welle «gebrochen»

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
08.05.2021 20:38
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an einem EU-Gipfel in Brüssel mit Gesichtsmaske.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an einem EU-Gipfel in Brüssel mit Gesichtsmaske.
Bild: imago images / Xinhua

18:40

Italien will ab Mitte Mai die Quarantäne-Vorschriften für Einreisende aus europäischen Ländern, darunter auch Grossbritannien, und Israel lockern. Das kündigt Aussenminister Luigi Di Maio an. Ab Juni sollen die Erleichterungen auch für Einreisen aus den USA gelten. Demnach soll die Reisenden an der Grenze entweder einen negativen Coronatest vorweisen, eine Impfung nachweisen oder von einer Infektion genesen sein. Mit der Massnahme solle der Tourismus angekurbelt werden.

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15:55

Kanzlerin Angela Merkel sieht die Chance, dass in ihrem Land im Sommer wieder Urlaub wie im vergangenen Jahr möglich sein wird. "In Deutschland scheinen wir die dritte Welle gebrochen zu haben", sagt Merkel. Sie sei deshalb "sehr hoffnungsfroh, dass wir uns insgesamt das leisten können, was im letzten Sommer möglich war". Wann genau dies der Fall sei, könne sie aber noch nicht sagen, weil dies an den Inzidenzwerten liege. "Runter mit den Inzidenzen, das bedeutet Freiheit für alle Menschen", sagt die Kanzlerin.

 

 

Merkel warnte zugleich vor Risiken einer Freigabe von Patenten für sehr komplizierte Impfstoffe. Es müsse auch die Qualität der Produktion gesichert werden. Das gehe am besten, wenn Firmen ihre Produktion ausbauten, Lizenzen vergäben und auf die Qualität achteten. "Das ist der sicherste Weg zu Impfstoff für alle", sagt Merkel. Sie lehnt damit einen Vorschlag von US-Präsident Joe Biden ab. "Ich glaube nicht, dass die Freigabe von Patenten die Lösung ist, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen", sagt sie. Eine Lösung über Lizenzen sei besser.

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14:20

In der Debatte über eine Förderung der globalen Impfstoffproduktion fordert der französische Präsident Emmanuel Macron die USA zu einer Aufhebung von Exportbeschränkungen auf. Die Vereinigten Staaten sollten die Ausfuhr von Corona-Vakzinen und deren Grundstoffen nicht länger einschränken, sagt Macron bei einem EU-Gipfel in Portugal.

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12:35

Die EU-Kommission hat mit den Partnern Pfizer und Biontech einen Vertrag über zusätzlich bis zu 1,8 Milliarden Dosen ihres Corona-Impfstoffs geschlossen. Der Vertrag bezieht sich auf den Zeitraum vom laufenden Jahr bis 2023 und umfasst 900 Millionen fest vereinbarte und 900 Millionen optionale Impfdosen, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilt.

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11:45

Papst Franziskus unterstützt den Vorstoss von US-Präsident Joe Biden für eine zeitweise Aussetzung der Patente für Corona-Impfstoffe. Patente und Marktkräfte dürften nicht dominieren, wenn es um Impfstoffe gehe, sagt das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. in Europa war der US-Vorschlag für eine bessere Versorgung der Weltbevölkerung grossenteils auf Ablehnung gestossen. Die entscheidende Bremse für die Impfstoffversorgung liege nicht bei den Patenten, sondern dem Ausbau der Produktionskapazität.

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09:50

Die Schweiz wird nächste Woche 750'000 Dosen Impfstoff von Moderna erhalten. Dies berichtet der "Blick". Damit lässt sich das Impftempo in der Schweiz weiter erhöhen. 

Die Schweiz hat bisher vier Millionen Dosen erhalten und kann bis Ende Juli weitere sechs Millionen beziehen. Damit könnte die gesamte impfwillige Bevölkerung versorgt werden. 

Die Kantone gehen aber weiter unterschiedlich mit der Impfpriorisierung um. Der Kanton Zürich schaltete am Freitag 180'000 Termine für Impfungen für die allgemeine Bevölkerung auf. Innert Stunden waren diese vergeben. Auch die Kantone Aargau, Thurgau und Freiburg öffnete den Zugang für alle über 16 Jahre. Freiburg und St. Gallen planen dies ebenfalls in Kürze. In anderen Landesteilen müssen sich Impfwillige noch etwas gedulden. 

 

 

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08:00

Fast drei von vier Menschen in der Schweiz, nämlich 73 Prozent, wollen sich gegen Covid-19 impfen lassen. Das zeigt eine am Samstag in der Zeitung "Schweiz am Wochenende" veröffentlichte Umfrage.

65 Prozent der Antwortenden befürworten Privilegien für Geimpfte, wobei die Zustimmung bei denen, die sich immunisieren lassen wollen, höher ist. Sonderrechte für Geimpfte finden beim Fliegen, in der Pflege, an Grossanlässen und bei Auslandreisen die meiste Zustimmung.

Am Freitag waren in der Schweiz mehr als eine Million Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 11,7 Prozent der Bevölkerung. Bis Ende Juni soll ein Zertifikat für Geimpfte, Genesene und kürzlich negativ Getestete bereit sein. Realisiert wird es vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT).

Mehr dazu hier.

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06:20

Indien hat den dritten Tag in Folge mehr als 400'000 Corona-Neuinfektionen und mit 4187 Todesfällen in Verbindung mit dem Virus so viele wie noch nie gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 401'078 auf 21,9 Millionen, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilt. Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA.

Erst am Freitag war mit mehr als 414'000 Neuinfektionen ein Höchstwert verzeichnet worden. Zudem zählen die Behörden nun fast 240'000 Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind.

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05:20

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 15'685 neue Positiv-Tests in Deutschland. Vor einer Woche meldete das RKI 18'935 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 121,5 von 125,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 238 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 84'648. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,5 Millionen Fällen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

 

 

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01:45

Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs sehen die Forderung von US-Präsident Joe Biden nach einer Freigabe der Impfstoff-Patente überwiegend kritisch. Das sei das deutliche Meinungsbildung bei den Beratungen auf dem EU-Gipfel gewesen, heisst es aus Teilnehmerkreisen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich sehr klar gegen eine Öffnung der Patente ausgesprochen.

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20:20

Nach Angaben der US-Seuchenbehörde CDC sind rund 33 Prozent der US-Amerikaner bereits zweimal geimpft. Knapp 111 Millionen Menschen hätten die zweite Dosis eines Impfstoffes bekommen, teilt die CDC mit. Gut 150 Millionen Personen seien einmal geimpft.

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18:10

Zwei Drittel aller Erwachsenen in Grossbritannien haben einer offiziellen Statistik zufolge die erste Dosis eines Impfstoffes gegen das Coronavirus erhalten. 35'069'641 Menschen haben demnach ihre erste Impfung bekommen, 16'764'720 Personen die zweite.

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17:45

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen.

 

 

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17:30

Der Pharmakonzern Pfizer will in der Schweiz Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen. Dafür stellte er beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic einen Zulassungsantrag für den Impfstoff Comirnaty, wie es am Freitag hiess. Swissmedic prüft das Gesuch nun im rollenden Verfahren.

Comirnaty, das in der Schweiz seit Mitte Dezember für Personen ab 16 Jahren zugelassen ist, wurde vom deutschen Unternehmen Biontech in Mainz entwickelt; es wird seit Monaten in Zusammenarbeit mit dem US-Pharmariesen Pfizer massenweise hergestellt.

Ende April erteilte Swissmedic zudem Novartis die Betriebsbewilligung für den Produktionsstandort Stein im Aargau für die Abfüllung und Verpackung des Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer.

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16:10

Die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung bewegen sich im Rahmen der Zulassungsstudien und des Beipackzettels. Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach der Auswertung von knapp 2000 Meldungen. Betroffen sind überwiegend Frauen und ältere Menschen.

Die am häufigsten gemeldeten Reaktionen bei schwerwiegenden Fällen waren Fieber, Kopfschmerzen/Migräne, Luftnot, Herpes Zoster Reaktivierung mit Hautrötungen, Erschöpfung, Muskelschmerzen und Unwohlsein.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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15:30

Das Ende des sechsmonatigen Corona-Notstands an diesem Wochenende in Spanien sorgt in vielen Regionen für Verwirrung. Vielerorts gab es am Freitag Streit darüber, welche alten oder neuen Einschränkungen von Sonntag an noch gelten. Ärger droht auch auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca. Dort kündigten Gastwirte eine Art Aufstand gegen Pläne der Regionalregierung an. Die Zeitung "El País" sprach von "Chaos".

Auf Mallorca erklärten mehrere Gastronomen, entgegen einer Anordnung der Regionalregierung die Innenräume von Restaurants, Bars und Kneipen noch in der Nacht zu Sonntag wieder zu öffnen. Die angeordnete Zwangsschliessung von Innenräumen für weitere zwei Wochen sei illegal, heisst es in Mitteilungen verschiedener Gastronomen-Verbände. Man werde "alle Kunden bewirten, die unsere Lokale aufsuchen wollen".

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15:05

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Prüfung eines Medikaments zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Gang gesetzt. Studienergebnisse des Antikörper-Mittels Sotrovimab würden nach dem beschleunigten Rolling Review-Verfahren bewertet, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Das Präparat wird von dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline gemeinsam mit dem US-Unternehmen Vir Biotechnology produziert.

Erste Ergebnisse von Studien deuten nach Angaben der EMA darauf hin, dass das Mittel einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung und damit Krankenhausaufnahme und auch Tod verhindern könne. Da die EMA aber noch nicht alle Daten erhalten habe, könne man Nutzen und Risiken noch nicht gegeneinander abwägen. Wie lange die Prüfung dauern wird, ist unklar.

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14:30

Wenig überraschend hat das Onlineshopping während der Pandemie an Beliebtheit gewonnen. Doch vermissen vor allem jüngere Kundinnen und Kunden das Einkaufen vor Ort, wie eine am Freitag publizierte Umfrage des Schweizerischen Detailhandelsverbands Swiss Retail Federation zeigt.

Gut ein Drittel der Befragten habe angegeben, durch die veränderten Umstände mehr online einzukaufen. Gut zwei Drittel wollten dies auch nach der Pandemie häufiger tun, heisst es darin. Jedoch plane rund ein Drittel der Befragten - vor allem 16- bis 45-jährige - nach der Pandemie wieder häufiger ins Geschäft zu gehen, teilte der Verband am Freitag mit.

Demnach seien Restaurantbesuche und Bummeln Aktivitäten, die während der Lockdown-Phase vermisst worden seien. Nur knapp 20 Prozent habe angegeben, während dieser Zeit nichts vermisst zu haben, so die Mitteilung.

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13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 1546 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Freitag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1520. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 1561, vor einer Woche bei 1924. Zudem wurden 49 neue Spitaleinweisungen und 4 neue Todesfälle gemeldet.

Momentan ist keiner der vier Richtwerte des Bundesrates für eine mögliche Verschärfung der Massnahmen überschritten. Die aktuellen Richtwerte gelten für die sogenannte Schutzphase, bis alle impfwilligen besonders gefährdeten Personen vollständig geimpft sind. Dies dürfte laut Bundesrat etwa Ende Mai der Fall sein.

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13:15

Der Bund leiht Lonza Fachpersonal aus, damit das Unternehmen an seinem Standort in Visp VS die Produktion des Corona-Impfstoffes von Moderna ausweiten kann. Geplant sind Einsätze von rund sechs Monaten ab Mitte Mai, bezahlt von Lonza. 25 Personen mit Biochemie-, Chemie- oder Pharmaziehintergrund stehen bereits zur Verfügung.

Die Versorgung mit Moderna-Impfstoff sei für die Schweiz von herausragender Bedeutung, schreibt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) in einer Mitteilung vom Freitag weiter.

Die Rekrutierung von Fachkräften für die Impfstoffproduktion sei jedoch anspruchsvoll, und Lonza sei auf zusätzliche Fachkräfte angewiesen, um die Produktionslinien in Visp mit voller Kapazität betreiben zu können. Deshalb unterstütze der Bund die Lonza bei der Suche nach Fachkräften für die Impfstoffproduktion.

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13:00

Das fälschungssichere Covid-Zertifikat für geimpfte, genesene und negativ getestete Personen wird verwaltungsintern realisiert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) mit der Aufgabe betraut.

Zur Verfügung stehen soll das Zertifikat bis Ende Juni, wie das BAG am Freitag mitteilte. Ausschlaggebend für die Wahl sei gewesen, dass die Lösung des BIT EU-kompatibel, sicher, und technisch schlank sei. Zudem werde der Quellcode (Open source) offengelegt.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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12:10

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen hat die japanische Regierung nur gut zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen den Notstand in Tokio und drei weiteren Regionen bis zum 31. Mai verlängert. Zudem solle er zusätzlich in den Präfekturen Fukuoka und Aichi ausgerufen werden, sagt Ministerpräsident Yoshihide Suga. Die Regierung habe gehofft, dass ein "kurzer und starker" Notstand ausreichen würde, um die vierte Infektionswelle in Japan einzudämmen, aber die Neuinfektionen in Grossstädten wie Tokio und Osaka seien immer noch auf hohem Niveau. In Tokio sowie den Präfekturen Osaka, Hyogo and Kyoto gilt der Notstand bereits seit dem 25. April. Die Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli beginnen. Sie waren im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschoben worden.

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11:30

Angesichts der grassierenden Corona-Epidemie in Indien gerät Ministerpräsident Narendra Modi immer mehr in die Kritik. Oppositionsführer Rahul Gandhi forderte Modi am Freitag auf, für die Impfung der gesamten Bevölkerung zu sorgen und die Verbreitung des Virus wissenschaftlich untersuchen zu lassen, um die zweite Corona-Welle zu brechen. "Ihrer Regierung fehlt eine klare und stimmige Covid- und Impfstrategie", schrieb Gandhi in einem Brief an Modi. Er warf der Regierung Überheblichkeit vor, weil sie vorzeitig den Sieg über das Virus erklärt habe, während sich dieses exponentiell ausbreite. Das habe Indien in eine äusserst gefährliche Lage gebracht. In nur einer Woche ist die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle um 1,57 Millionen gestiegen.

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11:00

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 250 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 57 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 42 Prozent sind bereits vollständig geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag (Ortszeit) zeigten. In der Gruppe der über 65-Jährigen sind demnach bereits 70 Prozent der Menschen abschliessend geimpft.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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10:00

Ab dem 10. Mai steht in den Schweizer Apotheken ein neuer Antigen-Selbsttest zur Anwendung als Selbsttest zur Verfügung. Laut Angaben des Herstellers BD vom Freitag hat das Heilmittelinstitut Swissmedic die entsprechende Zulassung erteilt.

Becton, Dickinson and Company (BD) habe die Ausnahmebewilligung für den Marktzugang ihres Antigen-Sars-Cov-2-Schnelltests erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Angewendet werde er als Selbsttest. Er liefere Personen mit und ohne Symptome innerhalb einer Viertelstunde ein Echtzeitergebnis.

Der Bundesrat hatte am 12. März entschieden, den Einsatz von Selbsttests für das Screening von asymptomatischen Personen zu ermöglichen. Der nun zugelassene Test sei vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am 27. April auf seiner Webseite gelistet worden und werde den Apotheken ab der Woche vom 10. Mai zur Verfügung stehen, hiess es in der Mitteilung von BD.

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09:10

Der Kanton Zürich hat erst kürzlich 50'000 Impftermine für über 50-Jährige freigeschaltet. Und nun geht es weiter: Auf der Registrierungsseite sind nun auch für Jüngere - ab 16 Jahren - Termine in Impfzentren und Apotheken buchbar. Für Ende Mai und die erste Juni-Hälfte stünden 180'000 Termine zur Verfügung, teilt die Zürcher Gesundheitsdirektion mit. Dies berichtet blick.ch.

Weitere Termine würden gemäss der Zürcher Gesundheitsdirektion dann freigeschaltet, sobald die Impfstoffllieferungen in den kommenden Wochen planmässig eintreffen. "Mit den in Aussicht gestellten höheren Impfstoffmengen für Juni werden die Impfzentren auch ihre Öffnungszeiten erweitern."

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07:35

Frankreich blockiert laut einem Zeitungsbericht eine Bestellung der EU-Kommission von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen der Hersteller BioNTech/Pfizer.

Die Mitgliedsstaaten befürchteten nun, die EU könne mit ihrer Bestellung zu spät kommen und einen Teil des Kontingents verlieren, berichtete deutsche Tageszeitung "Welt" (Freitagausgabe) vorab unter Berufung auf EU-Diplomaten.

"Das wäre eine Katastrophe, für die Frankreich verantwortlich wäre", zitierte das Blatt einen Diplomaten. Über die Motive der Regierung in Paris werde spekuliert. Offenbar gehe es darum, Produktionskapazitäten für den BioNTech-Impfstoff nach Frankreich zu holen und heimische Unternehmen stärker in die Fertigung einzubinden.

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07:00

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) steht in Zusammenarbeit mit Labors vor der Einführung eines neuen Tests, mit dem die indische Variante des Coronavirus rasch erkannt werden soll. Ein solcher Test werde bald vorliegen, sagte Fosca Gattoni, Leiterin der Corona-Test-Arbeitsgruppe beim BAG, in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung".

Eingestellt habe der Bund hingegen jene Tests, die die britische Variante des Corona-Virus beträfen. Diese sei so stark vorherrschend, dass ein spezifisches Contact-Tracing auf diese Variante hin nicht mehr sinnvoll sei.

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06:00

Die Zahl der Neuinfektionen in Indien erreicht mit 414'188 einen neuen Rekordstand. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 3915 weitere Todesfälle bekannt. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind damit insgesamt knapp 21,5 Millionen Fälle und 234'083 Tote verzeichnet.

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05:25

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 18'485 auf knapp 3,5 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 284 auf 84'410 zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird mit 125,7 angegeben. Vor einer Woche meldete das RKI 24'329 Neuinfektionen, 306 weitere Todesfälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 153.

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02:50

Japans Regierung könnte einer Zeitung zufolge ab dem 20. Mai die Impfstoffe von AstraZeneca und Moderna zulassen. Etwa dann werde ein Treffen der Gesundheitsbehörden erwartet, berichtet "Nikkei". Bislang ist in Japan nur der BioNTech/Pfizer-Impfstoff zugelassen.

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02:30

Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen will die japanische Regierung den Notstand in Tokio und drei weiteren Regionen bis zum 31. Mai verlängern. Zudem solle er in den Präfekturen Fukuoka und Aichi neu ausgerufen werden, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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23:50

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 73'380 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf über 15 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 2550 auf mehr als 416'949 zu.

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23:30

In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 108,9 Millionen Menschen komplett geimpft und damit rund ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 251,9 Millionen Dosen verimpft worden, hiess es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

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20:00

Das Coronavirus hat laut Schätzung des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) zum Tod von fast 6,9 Millionen Menschen weltweit geführt. Die Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtzahl der Toten, die nach offiziellen Angaben mit dem Virus in Verbindung gebracht werden. Die IHME-Experten führen an, dass in vielen Ländern nur die Todesfälle in Krankenhäusern oder von Patienten mit bestätigter Infektion gezählt würden. Ausserdem hänge die Mortalitätsrate stark ab von der Zahl der Tests. Das IHME gehört zur Universität von Washington. Seine Schätzung bezieht sich nur auf Todesfälle, die direkt durch das Virus verursacht wurden, und nicht auf Todesfälle, die auf Beeinträchtigungen der Gesundheitsversorgung im Zuge der Pandemie zurückzuführen sind. Unklar ist, inwieweit die Forscher berücksichtigten, ob Patienten konkret an der Lungenerkrankung Covid-19 starben - oder es um eine reine Zählung von Todesfällen geht, die mit einem positiven Corona-Test in Verbindung gebracht werden.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)