+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet 6017 neue Ansteckungen in der Schweiz - Moderna reicht bei Swissmedic Gesuch für Covid-19-Kinderimpfung ein - Berset: «Das Problem sind die Jungen» - 2G wohl kein Thema - Warum Corona in der Deutschschweiz besonders wütet

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
18.11.2021 18:00
Bundesrat Alain Berset am 24. September 2021 vor den Medien in Bern.
Bundesrat Alain Berset am 24. September 2021 vor den Medien in Bern.
Bild: Youtube Screenshot

18:00

Angesichts steigender Corona-Zahlen wird in Italien über strengere Regeln für Ungeimpfte und Kontrollen an den Grenzen zu den Nachbarstaaten diskutiert. Vor allem Regionalpolitiker fordern von der Regierung in Rom Einschränkungen für Impfgegner, damit es zu keinen grösseren Lockdowns im anstehenden Winter kommt. "90 Prozent der Italiener dürfen nicht in Schach gehalten werden von 10 Prozent, die die Wichtigkeit der Impfung nicht verstehen und der Mehrheit ihre Regeln diktieren wollen", schrieb Giovanni Toti (Forza Italia), der Präsident der Region Ligurien, am Donnerstag bei Twitter.

Die ganze Meldung lesen Sie hier.

+++

16:55

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will in Kürze eine Entscheidung über die Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer zum Einsatz bei Kindern fällen. Bis Ende dieses Monats, möglicherweise sogar schon Ende nächster Woche, solle eine Empfehlung ausgesprochen werden, erklärte der Leiter der Impfstoffstrategie der EMA, Marco Cavaleri. Aus dem Bundesgesundheitsministerium hiess es am Mittwoch, dass die Verfügbarkeit der Impfung für Fünf- bis Elfjährige nach der Zulassung dann ab dem 20. Dezember erwartet werde.

+++

16:35

In den Niederlanden wird ein neuer Höchststand von Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemessen. Rund 23'600 Corona-Tests fallen positiv aus, wie das nationale Gesundheitsinstitut mitteilt. Das übertrifft den bisherigen Rekord vom Vortag mit etwas unter 21'000 Corona-Fällen.

+++

15:15

Am US-Arbeitsmarkt hat sich die Lage in der vergangenen Woche leicht verbessert. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen im Wochenvergleich um 1000 auf 268'000, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlicheren Rückgang auf 260 000 Anträge gerechnet. Die wöchentlichen Erstanträge gelten als Frühindikator für den Arbeitsmarkt. Obwohl immer noch zahlreiche US-Bürger wegen der Corona-Krise ohne Job sind, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt nach einem Einbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 deutlich gebessert. Die wöchentlichen Hilfsanträge liegen aber immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie. Der Arbeitsmarkt spielt eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

+++

13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 6017 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Donnerstag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 4274. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 3970, vor einer Woche bei 2931.

Zudem wurden 69 neue Spitaleinweisungen und 9 neue Todesfälle gemeldet.

Bislang sind 65,09 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft.

+++

13:00

Wie weiter in der Corona-Krise? Nach dem Treffen mit den Gesundheitsdirektoren traten Bundesrat Alain Berset und der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger vor die Medien.

  • Gesundheitsminister Alain Berset gab zuerst eine Einschätzung der Lage ab. Er sagt, die Neuansteckungen und auch die Zahl der Spitaleintritte nehmen zu, die Zahl der IPS-Fälle aber nur sehr leicht. Dennoch seien Bund und Kantone überzeugt, dass es derzeit keine neuen Massnahmen braucht. Wenn sich alle an die geltenden Vorsichtsmassnahmen - Maske, Handhygiene und Abstand - hielten, reiche das nach aktueller Einschätzung, um eine Überlastung der Spitäler zu verhindern. Und er rief nochmals zur Impfung auf. Denn diese schütze am besten.

  • "Das Problem sind die Jungen", so Berset. Doch hätte die Infektion meist keine schweren Folgen. Darum sehe man derzeit von Verschärfungen ab. "Wir sind auch generell skeptisch gegenüber Verschärfungen." Solange keine Überlastung des Spitalwesens drohe, solle das so bleiben, versprach er. Doch auch er erinnert noch einmal an die Impfung: Je höher die Durchimpfungsrate, desto geringer das Risiko für Verschärfungen.

  • "Wir stehen am Anfang einer Bewährungsprobe", sagte der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger. In den kommenden Wochen werde sich zeigen, ob die Impfquote und der Massnahmen-Mix reiche, um die Belastung des Gesundheitswesens erträglich zu halten. Der Blick nach Österreich und Deutschland mahne zu einer grossen Vorsicht. Die Kantone würden sich aber Gedanken machen, in Spitälern, Heimen und Schulen die Schutzvorkehrungen zu erhöhen. 

  • Wenn die Kantone selbst verschärfen können: Droht dann nicht wieder ein Flickenteppich? Es brauche sicher eine Koordination unter den Kantonen. Doch bestimmte Regelungen könnten die Kantone allein entscheiden, so Berset. Engelberger fügte hinzu: Jeder Kanton sei ja auf seinem Territorium verantwortlich. "Sie werden also kantonale Unterschiede sehen, etwa im Bildungsbereich."

  • 2G sei kein Thema, sagte Lukas Engelberger. Aktuell diskutierten die Kantone im Rahmen von 3G. Dies könnte man noch verschärfen - also beispielsweise auf mehr Orte ausdehnen. Auch Berset sagte, er wolle bei 3G bleiben.

Die Medienkonferenz kann hier nochmal angesehen werden: 

+++

12:00

Der Impfstoffhersteller Moderna hat beim Heilmittelinstitut Swissmedic ein Gesuch für die Ausdehnung seiner Impfstoffzulassung gegen das Coronavirus auf Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gestellt. Die auf mRNA basierenden Imfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech sind bereits für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen.

Die Gesuchsunterlagen enthalten erste Ergebnisse einer laufenden klinischen Studie mit beinahe 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen sechs und zwölf, wie Swissmedic am Donnerstag mitteilte. Die Probanden erhielten dabei im Abstand von 28 Tagen eine gegenüber der Erwachsenendosis reduzierte Impfung.

+++

11:45

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt ab sofort allen Personen ab 18 Jahren die Covid-19-Auffrischimpfung. Die Auffrischimpfung solle in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen, teilte die Stiko mit. 

+++

10:50

In Österreich steigen die Corona-Neuansteckungen nach dem Rekordwert vom Vortag weiter. Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten am Donnerstag 15.145 neue Fälle - wieder ein neuer Höchststand seit dem Ausbruch der Pandemie. Derzeit befinden sich 2787 Personen aufgrund des Coronavirus im Krankenhaus in Behandlung, davon 498 auf Intensivstationen. 55 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, starben in den vergangenen 24 Stunden.

Derweil hat der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) Medienberichten zufolge einen Lockdown für das Bundesland angekündigt. Sollte es zu keinem bundesweiten Lockdown kommen, dann werde es in Oberösterreich ab kommender Woche einen mehrwöchigen Lockdown geben müssen, berichten die Tageszeitung "Die Presse" und andere Medien unter Berufung auf Aussagen von Stelzer bei der Landtagssitzung. Auch im Bundesland Salzburg soll laut Stelzer ein Lockdown kommen. Für Freitag ist ein Treffen der Bundesregierung mit den Ländern geplant. Bisher hatte Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) einen Lockdown auch für Geimpfte vehement ausgeschlossen. Seit Montag gilt bereits ein landesweiter Lockdown für Ungeimpfte.

+++

08:45

Ein Antikörpermedikament von AstraZeneca hat sich auch in einem längeren Beobachtungszeitraum als effektiv bei der Vorbeugung von Covid-19 erwiesen. In der klinischen Studie, in der die Teilnehmer im Mittel sechs Monate lang beobachtet wurden, verringerte das Mittel demnach das Risiko einer symptomatischen Erkrankung um 83 Prozent.

Eine separate Studie an Patienten mit leichter bis mittelschwerer Covid-19-Erkrankung zeigte zudem, dass eine höhere Dosis des Medikaments das Risiko einer Verschlechterung der Symptome um 88 Prozent senkte, wenn sie innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der ersten Symptome verabreicht wurde. In den USA hat AstraZeneca bereits eine Notfallzulassung für das Mittel beantragt.

+++

06:30

Die Schweiz steht vor einem "richtig schwierigen" Corona-Winter, sagt der Epidemiologe Christian Althaus im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (Artikel bezahlpflichtig).  Die Spitäler könnten spätestens bis Weihnachten wieder in eine kritische Situation kommen. Eine Ausweitung der Maskenpflicht in Innenräumen oder erneute Home-Office-Regeln seien wohl angebracht.  Wenn es dazu komme, dass auch geimpfte und genesene Personen in ihrer Freiheit wieder stärker eingeschränkt würden, dann stelle sich die Frage, wie sich dies rechtfertigen lässt. "Es darf nicht sein, dass die Ungeimpften die Gesellschaft in Geiselhaft nehmen", so Althaus.

3G sollte beibehalten werden, findet der Epidemiologe. Gleichzeitig müsste das Testen wieder intensiviert werden. "Ich halte es deshalb für sinnvoll, wenn Tests wieder bezahlt würden. Gleichzeitig sollte aber die Gültigkeit der Tests verkürzt werden, auf 24 für Antigentests und 36 Stunden für PCR-Tests. Nach 72 Stunden hat ein PCR-Test nur noch wenig Aussagekraft."

+++

Abonnieren Sie hier gratis den Newsletter von cash.ch, dem grössten Finanz- und Wirtschaftsportal der Schweiz.

+++

06:00

Die Deutschschweiz ist momentan viel stärker von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen als die Romandie und das Tessin. Zahlreiche deutschsprachige Kantone hatten seit Beginn der Pandemie noch nie so hohe Inzidenzen. In Nidwalden wurden in der Woche bis zum 17. November über 800 Fälle pro 100’000 Einwohner verzeichnet, was ein Rekord darstellt, schreibt tagesanzeiger.ch (Artikel bezahlpflichtig). Die Romandie und das Tessin hätten mehr Covid-Erfahrung, wird als einer der Gründe für den Unterschied in den Landesteilen angeführt. Die Impfraten seien in der Romandie auch tendenziell höher als in der Deutschschweiz, vor allem bei den Jungen. Ebenso seien Menschen in der Romandie und im Tessin - aufgrund ihrer Erfahrungen mit dem Virus -möglicherweise auch vorsichtiger und eher bereit, Schutzmassnahmen zu ergreifen.

+++

04:00

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mit 65'371 neuen Positiv-Tests binnen 24 Stunden abermals einen neuen höchsten Tageswert in der Pandemie für Deutschland. Das sind 15'175 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 50'196 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz springt auf einen Rekordwert von 336,9 von 319,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 264 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen Tagesfrist auf 98'538. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 5,1 Millionen Corona-Tests positiv aus.

+++

02:30

Laut dem deutschen Grünen-Chef Robert Habeck lässt es sich nicht mehr vermeiden, dass die Kliniken in Deutschland in etwa zwei Wochen überlastet sein werden. "Die Infektionen sind so hoch, dass es unvermeidbar sein wird, dass in ungefähr 14 Tagen das Krankenhaussystem in Deutschland überlastet ist", sagt er dem Sender RTL/ntv.

+++

01:00

In den USA sind nach Angaben der Regierung inzwischen 80 Prozent der Menschen ab zwölf Jahren mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das sei ein vielversprechender Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie, sagt der Koordinator des Präsidialamtes für den Kampf gegen die Corona-Pandemie, Jeff Zients. Zudem würden 2,6 Millionen Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren bis Ende des Tages ihre erste Impfdosis erhalten.

+++

Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

 

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)