+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet fast 24'000 Ansteckungen - Ständerat für Gratistests in der Schweiz - Kaum doppelt Geimpfte unter Todesfällen - Corona-Experte: Karl Lauterbach wird deutscher Gesundheitsminister

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
06.12.2021 21:09
Grafische Darstellung des Corona-Virus.
Grafische Darstellung des Corona-Virus.
Bild: imago images / MiS

21:00

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden am Montag vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) 23'888 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 72 Stunden registriert.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen bei 8896. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Am Freitag lag dieser Schnitt noch bei 8255, vor einer Woche bei 7202.

Zudem wurden 181 neue Spitaleinweisungen und 39 neue Todesfälle gemeldet. Bislang sind 66,05 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft.

Die Auslastung der Intensivstationen (IPS) in den Schweizer Spitälern beträgt zurzeit 78,7 Prozent. Das ist zwar leicht weniger als noch Anfang des Monats. Doch mittlerweile werden 30,1 Prozent der verfügbaren Betten von Covid-19-Patienten besetzt. Anfang November lag deren Anteil noch bei rund 12 Prozent. Seither steigt er laufend an.

+++

Abonnieren Sie hier den Newsletter von cash.ch, dem grössten Wirtschafts- und Finanzportal der Schweiz.

+++

20:30

In der Schweiz könnten die Coronatests schon bald wieder gratis werden. Nach dem Nationalrat stimmte am Montag auch der Ständerat im Grundsatz einer entsprechenden Anpassung des Covid-Gesetzes zu. Noch unklar ist, welche Tests zukünftig bezahlt werden: Der Ständerat will, dass der Bundesrat Ausnahmen vorsehen kann – das also zum Beispiel PCR- oder Antikörpertests weiterhin selbst bezahlt werden müssen. Das Geschäft geht darum zurück in den Nationalrat. 

+++

19:20

Gemäss der Auswertung des Covid-19 Überwachungssystems des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), wurden in den 20 teilnehmenden Spitälern seit Impfbeginn im Dezember 2020 bis Ende August dieses Jahres 5928 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erstmals hospitalisiert.

Von diesen Patienten starben, wie eine Auswertung per Mitte Oktober zeigt, 495. Lediglich 14 der Todesopfer waren doppelt geimpft: Fünf von ihnen waren über 80 Jahre alt, fünf zwischen 70 und 79 und vier zwischen 60 und 69. 44 der Todesopfer waren einmal geimpft (8,8 Prozent).

Der mit Abstand grösste Teil der Todesfälle wurde jedoch bei nicht-geimpften Personen registriert: Nämlich 437, das entspricht rund 88 Prozent. Darunter waren eine Person im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, zwei Personen zwischen 30 und 39 Jahren und fünf Personen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren. Rund Dreiviertel der nicht-geimpften Todesopfer war über 70 Jahre alt.

Die Zahlen zeigten, dass die Impfung die Bevölkerung sowohl von einer Hospitalisierung als auch vor einem tödlichen Verlauf schütze, hiess es in dem Bericht. Nach Angaben des BAG vom Montag sind in der Schweiz mittlerweile 66,05 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

35,98 Prozent der Personen über 65 Jahre haben schon eine Auffrischimpfung erhalten. In Bezug auf die Gesamtbevölkerung haben 8,49 Prozent bereits einen Booster erhalten. Am Montagmorgen nahm das neue Booster-Impfzentrum in Zürich-Oerlikon den Betrieb auf. Bis zu 2000 Impfungen gegen Covid-19 können dort täglich verabreicht werden. In dieser Woche sind alle Termine ausgebucht.

Wegen der steigenden Coronavirus-Fallzahlen schränkt das Neuenburger Spitalnetz (RHNe) ab Mittwoch die Besuche ein. Jeder stationäre Patient darf pro Tag nur noch von einem Angehörigen besucht werden, zuvor muss ein Termin vereinbart und die Besuchserlaubnis per SMS bestätigt werden.

+++

Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

+++

19:05

Trotz der fünften Infektionswelle sieht Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex das Land in einer besseren Verfassung als vor einem Jahr. Inzwischen seien 52 Millionen Franzosen geimpft und damit fast 90 Prozent der zugelassenen Bürger, sagt er. Allerdings seien nun neue Massnahmen nötig. So sollen übergewichtige oder gefährdete Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren ab dem 15. Dezember geimpft werden können. Diskotheken werden für die kommenden vier Wochen geschlossen. Castex ruft die Bevölkerung zudem auf, Feiern einzuschränken.

+++

17:30

In Spanien sind 68 Mitarbeiter einer Intensivstation nach einer Weihnachtsfeier positiv getestet worden. Pflegepersonal und Ärzte des Universitäts-Regionalkrankenhauses in Malaga hätten am 1. Dezember an der Party mit insgesamt 173 Personen teilgenommen, teilt die Regionalregierung von Andalusien mit.

Alle Erkrankten waren den Angaben zufolge vor der Feier getestet oder drei Mal geimpft. Möglicherweise sei die Ansteckung auch bei einem grossen Essen für die Krankenhausmitarbeiter erfolgt. Die Infizierten weisen den Angaben zufolge leichte Symptome auf.

+++

11:00

 

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach soll deutcher Gesundheitsminister werden. Dies schlug der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag bei der Vorstellung der Ministerriege der Sozialdemokraten vor. Die meisten Bürger hätten sich gewünscht, dass der nächste Gesundheitsminister vom Fach sei und dass er Karl Lauterbach heisse, sagte Scholz. "Er wird es."

Die Corona-Pandemie sei "noch lange nicht vorbei". Die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser soll als erste Frau Bundesinnenministerin werde. Sie sei als langjährige innenpolitische Sprecherin der hessischen SPD-Landtagsfraktion "mit dem Thema bestens bekannt", sagte Scholz.

"Sicherheit wird in dieser Regierung in den Händen starker Frauen liegen", fuhr Scholz fort. Daher schlage er die bisherige Justizministerin Christine Lambrecht als Verteidigungsministerin vor. Der bisherige Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, bleibt im Amt. Ihn bezeichnete Scholz als "ein Schlachtross, ein Niedersachsenross", der unter anderem die Grundrente durchgesetzt habe. Die Potsdamerin Klara Geywitz soll Ministerin für Bauen und Wohnen werden. Mit ihr hatte sich Scholz vor zwei Jahren erfolglos um den Parteivorsitz beworben. Die bisherige Umweltministerin Svenja Schulze wird Entwicklungshilfeministerin. 

+++

+++

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)