+++Coronavirus-Update+++ - Corona: Berset beantragt der Regierung Einführung von scharfen Massnahmen - BAG meldet 2'851 neue Ansteckungen in der Schweiz - Swissmedic lässt Moderna-Impfstoff zu - USA verlangen Covid-Test für ausländische Flugreisende

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
12.01.2021 20:44
Bundesrat Alain Berset am World Economic Forum 2020.
Bundesrat Alain Berset am World Economic Forum 2020.
Bild: World Economic Forum/Sandra Blaser

19:45

Die USA werden Insidern zufolge einen Covid-Test von allen internationalen Flugreisenden verlangen. Die neuen Vorgaben des Seuchenzentrums CDC könnten noch im Laufe des Tages verabschiedet werden, heisst es. Sie dürften dann zwei Wochen später in Kraft treten.

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19:00

Eine der Gewinner-Aktien der Corona-Pandemie startet auch im neuen Jahr durch. Die Aktien der Schweizer Online-Apotheke Zur Rose gewinnen am Dienstag an der Schweizer Börse 15 Prozent. Dies, nachdem Analysten der Bank of America das Kursziel für die Aktie auf 500 Franken erhöht hatten (derzeit: 352 Franken). Mit Lancierung des elektronischen Rezepts in Deutschland eröffne sich für die Online-Apotheke ein enormes Wachstumspotenzial, heisst es als Begründung. Die Aktie von Zur Rose hatte bereits im Jahr 2020 um 165 Prozent zugelegt. 

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18:30

Bundesrat Alain Berset beantragt der Regierung, alle Verschärfungen, die letzte Woche zur Stellungnahme an die Kantone gegangen waren, innerhalb der nächsten Tage in der Schweiz durchzusetzen. Das berichtet tagesanzeiger.ch unter Berufung auf "mehrere Quellen". Vorgesehen sind demnach die Schliessung von Läden und Märkten, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen. Maskenpflicht soll in allen Innenräumen gelten, neu auch an allen Arbeitsplätzen, selbst wenn Abstände eingehalten werden. Arbeitgeber sollen ihr Personal ins Homeoffice schicken. Die Schliessung von Hotels und Skigebieten sowie personenbezogener Dienstleistern wie Coiffeursalons sei für die Zukunft ebenfalls nicht ausgeschlossen, heisst es weiter.

Hintergrund ist die ansteckendere britische Mutation des Virus, deren Zahlen sich alle zwei Wochen verdoppeln und die das bisherige Coronavirus bald verdrängen könnte. Es drohe eine extreme Überbelastung der Spitäler. Der Bundesrat berät über neue Massnahmen an seiner Sitzung vom Mittwoch. 

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18:20

Die deutsche Regierung will Einreisende aus Gebieten mit besonders vielen Corona-Infizierten künftig wohl schon vor der Ankunft in Deutschland zu einem Test verpflichten. Die Verpflichtung, den Corona-Test bereits im Ausland durchführen zu lassen, soll dem Entwurf zufolge auch für Menschen gelten, die sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem eine besonders ansteckende Mutation des Coronavirus kursiert. In beiden Fällen müssten die Reisenden den Test-Nachweis bei Fluggesellschaften und anderen Beförderungsunternehmen vor Reisebeginn vorlegen. Wer keinen Test vorweisen kann, würde dann nicht einsteigen dürfen.

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18:05

Kanada hat sich Ministerpräsident Justin Trudeau zufolge weitere 20 Millionen Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs gesichert. Zuvor hatten sich die Provizen des Landes über unzureichende Vorräte beschwert. Damit soll Kanada in diesem Jahr 80 Millionen Impfdosen von den beiden Unternehmen sowie Moderna erhalten bei einer Bevölkerung von knapp 38 Millionen Menschen.

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17:45

In Bayern muss man laut spiegel.de ab Montag beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr künftig eine FFP2-Maske tragen. Laut Ministerpräsident Markus Söder sind die "normalen Community-Masken" in der Corona-Pandemie zum Schutz der anderen. FFP2-Masken schützten aber auch den Träger selbst. Ziel sei, die Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr und im Handel zu verbessern. "Die Verfügbarkeit im Handel ist ausreichend gewährleistet, also es gibt keine Mangelware FFP2", sagte Söder.

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17:25

In Deutschland ist erstmals die in Südafrika entdeckte, hochansteckende Virus-Mutation nachgewiesen worden. Der Erreger sei bei einer Familie entdeckt worden, die am 13. Dezember 2020 aus Südafrika nach Baden-Württemberg eingereist sei, teilt das Landessozialministerium mit.

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16:25

Im österreichischen Bundesland Tirol könnte eine Gruppe von britischen Skilehrern mit mutierten Coronaviren infiziert sein. Nach Angaben des Bundeslandes besteht nach einer Erstprüfung bei 17 Tests der Verdacht auf den hochansteckenden Virusstamm, der zuerst in Grossbritannien nachgewiesen wurde. Bei den Betroffenen handelt es sich grossteils um britische Staatsbürger, die sich im Rahmen einer Skilehrer-Aus- und Weiterbildung in der Gemeinde Jochberg nahe Kitzbühel befinden. 

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16:00

Google kündigt eine Initiative zur Bekämpfung von Fehlinformationen über Corona-Impfstoffe an. Dazu soll ein Fonds eingerichtet werden, der mit bis zu drei Millionen Dollar bestückt werden soll. Gefördert werden soll unter anderem die Überprüfung von behaupteten Fakten.

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15:00

Fachleute des Bundes informierten an einer Medienkonferenz über die Coronalage in der Schweiz und über die Zulassung eines zweiten Corona-Impfstoffes. Swissmedic erteilte - vorerst befristet - grünes Licht für den Wirkstoff des US-Herstellers Moderna. Trotz leicht sinkender Fallzahlen warnen die Gesundheitsbehörden vor einem erneuten Hochschnellen wegen der Virus-Varianten.

"Nach sorgfältiger Prüfung aller eingereichten Daten zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität in der Schweiz" hat die Arzneimittelbehörde Swissmedic den auf einer mRNA-Plattform basierenden Wirkstoff von Moderna befristet zugelassen. Der Impfstoff wird teilweise in der Lonza in Visp hergestellt. Die Zulassungsstudien hätten 14 Tage nach der zweiten Impfung eine hohe Wirksamkeit von 94 Prozent gezeigt. Die Befristung hängt mir den vorhandenen Daten zur Wirkungsdauer zusammen.

Damit erhöht sich der Aktionsradius bei der Bekämpfung der Pandemie in der Schweiz beträchtlich. Mit den per 18. Januar vorhandenen Impfdosen können rund vier Prozent der erwachsenen Personen geimpft werden, sagte Nora Kronig, Vizedirektorin Abteilung Internationales, Bundesamt für Gesundheit (BAG), vor den Bundeshausmedien.

Bis Ende Februar sollten alle über 75-Jährigen, die dies wünschen, gegen das Coronavirus geimpft werden können. Im Februar erwartet das BAG eine Million weitere Impfdosen von Moderna und Biontec. Mit Astrazeneca und Janssen-Cilag sind in der Schweiz noch zwei weitere Impfungen im Rennen um eine Zulassung.

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Die Erfolgsmeldungen von der Impffront hinterlassen bei den Behörden aber auch ein Unbehagen, ist doch die Gefahr der Sorglosigkeit in der Bevölkerung nicht unbegründet. Unisono betonten sie deshalb am Dienstag, parallel zur Impfkampagne müssten alle anderen Massnahmen dringend aufrechterhalten und befolgt werden.

Die Fallzahlen seien nach wie vor zu hoch und durch die leichter übertragbaren Varianten drohe ein erneuter rascher Anstieg, erklärte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG), vor den Medien.vDas Gesundheitswesen sei nach wie vor stark belastet. Noch immer seien drei Viertel der Intensivpflegeplätze belegt, zu 41 Prozent von Covid-Patienten. Auch der Reproduktionswert von rund 1 ist laut Mathys zu hoch.

Der Chefbeamte redete zwar einer Verlängerung und Verschärfung der Massnahmen nicht direkt das Wort. Das sei Sache der Politik. Er liess aber keinen Zweifel daran, dass eher härtere als gelockerte Massnahmen im Raum stehen, um Szenarien wie in Grossbritannien und Irland in der Schweiz zu verhindern. Der Bundesrat entscheidet am Mittwoch.

Zur ausführlichen Meldung geht es hier.

Die Mediekonferenz als Video:

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14:30

Das Robert-Koch-Institut meldet einen Tagesrekord bei Impfungen in Deutschland. Demnach wurden am Montag 60.858 Spritzen verabreicht. Insgesamt wurden in Deutschland bislang 688.782 Menschen gegen das Virus immunisiert.

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13:55

Eine erste Lieferung von 200'000 Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Moderna für die Schweiz wird bis Mittwoch eintreffen. Dies teilte Gesundheitsminister Alain Berset am Dienstag auf Twitter mit. 

Der Impfstoff geht an die Armeeapotheke, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Die Armeeapotheke verteilt das Vakzin an die Kantone.

Zusammen mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech, den Swissmedic am 19. Dezember 2020 zugelassen hat, stünden in der Schweiz im Januar rund eine halbe Million Impfstoffdosen bereit, so das BAG.

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13:35

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 2'851 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Dienstag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 3'054. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 3'221, vor einer Woche bei 3'357.

Zudem wurden 147 neue Spitaleinweisungen und 98 neue Todesfälle gemeldet.

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13:20

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat einen zweiten Corona-Impfstoff für die Schweiz zugelassen. Sie gab am Dienstag grünes Licht für den Wirkstoff des US-Herstellers Moderna. Er wird auch im Wallis bei Lonza produziert. Die Schweiz sicherte sich 7,5 Millionen Dosen.

Swissmedic habe den auf einer mRNA-Plattform basierenden Impfstoff von Moderna (Covid-19 mRNA Vaccine Moderna) "nach sorgfältiger Prüfung aller eingereichten Daten zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität in der Schweiz befristet zugelassen", schrieb Swissmedic am Dienstag.

Dies sei geschehen, nachdem zusätzlich zur internen Begutachtung das unabhängige Expertengremium HMEC (Human Medicines Expert Committee) an einer ausserordentlichen Sitzung die Einschätzung von Swissmedic zum Nutzen-Risiko-Verhältnis gestützt habe.

Zur ausführlichen Meldung. 

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12:55

Der Verein "Freunde der Verfassung" hat am Dienstag das Referendum gegen das Covid-19-Gesetz bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Es seien knapp 90'000 Unterschriften zusammengekommen, sagte der Sprecher des Vereins, Christoph Pfluger. Das Referendum will verhindern, dass notrechtliche Kompetenzen des Bundesrates während der Pandemie nachträglich legitimiert und bis Ende 2021 verlängert werden. Das Covid-19-Gesetz ist bereits in Kraft.

Das Covid-19-Gesetz sei unnötig, finden die Urheber des Referendums. Der grösste Teil des Gesetzes befasse sich nämlich mit Finanzierungsleistungen, die der Bundesrat auch ohne notrechtliche Kompetenzen mit Bundesbeschlüssen regeln könnte. Ausserdem könnte der Bundesrat bei einem erneuten Aufflammen der Pandemie wieder Notverordnungen erlassen.

Ein Kernelement des Covid-19-Gesetzes sei die verkürzte Prüfung neuer Medikamente, sagte Christoph Pfluger am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der deutliche Erfolg des Referendums sei eine unmissverständliche Aufforderung an die Behörden, die Impfkampagne mit grösster Vorsicht durchzuführen oder gar ein Moratorium zu erlassen, bis zuverlässigere Daten über die Wirkung der Impfstoffe vorlägen.

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12:15

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline und die US-Firma Vir Biotechnology wollen ein zweites Antikörper-Mittel zu Behandlung von Covid-19-Patienten testen. Die neue Studie, in der das Mittel zur Behandlung von milden bis moderaten Covid-19-Erkrankungen erprobt werden soll, solle im ersten Quartal beginnen, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit.

Es wäre damit der zweite Antikörper aus der Kooperation der beiden Arzneimittelhersteller, der zum Einsatz bei Covid-19 getestet wird. Der erste befindet sich gegenwärtig in zwei fortgeschrittenen klinischen Studien. Auch andere Unternehmen testen Antikörper zur Covid-19-Behandlung, darunter Regeneron, Eli Lilly, Roche und AstraZeneca. 

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11:10

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hält nach Informationen von "Bild" einen längeren Lockdown für unvermeidbar. "Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Massnahmen", zitiert Bild online die Kanzlerin und beruft sich dabei auf Angaben von Teilnehmern einer Sitzung der Arbeitsgruppe Innen der Unionsfraktion. "Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz", wird die Kanzlerin weiter zitiert.

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10:35

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffes bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA beantragt. Die Bewertung des Vakzins werde "in einem beschleunigten Zeitrahmen" erfolgen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Der Impfstoff könnte nach Einschätzung der EU-Kommission Ende Januar zugelassen werden. Die Kommission hat bis zu 400 Millionen Dosen des Mittels für die 27 EU-Staaten bestellt.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüsste die Ankündigung als gute Nachricht. Die EMA werde die Sicherheit und Wirksamkeit beurteilen. "Sobald der Impfstoff eine positive wissenschaftliche Beurteilung erhält, werden wir mit vollem Tempo daran arbeiten, die Nutzung in Europa zuzulassen", schrieb von der Leyen auf Twitter.

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09:55

Die Diskussion über eine Impfpflicht kommt nach Einschätzung des Deutschen Städtetages zu früh. Er verstehe, dass man auf die Idee komme, sagt Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy im SWR. Gerade in Pflegeheimen gebe es eine ausgeprägte Impfzurückhaltung. Teilweise seien dort nur 30 Prozent der Beschäftigten bereit, sich impfen zu lassen. Dennoch komme der Gedanke zur falschen Zeit. "Wir haben noch nicht alles ausgereizt, was Überzeugungsarbeit angeht. Und jetzt zu sagen, wir können euch nicht überzeugen, also zwingen wir euch, das kommt mir etwas zu früh. Ich fürchte, dass die Geschichte auch nach hinten losgehen kann."

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09:35

In Russland registrieren die Behörden 22.934 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein 5000 entfallen auf die Hauptstadt Moskau. Seit Ausbruch des Coronavirus in Russland haben sich mehr als 3,4 Millionen Menschen nachweislich angesteckt. Das ist weltweit die vierthöchste Zahl. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 531 auf 62.804.

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08:40

Die britische Polizei wird härter gegen Verstösse gegen die Lockdown-Auflagen vorgehen. Zudem könnten die Beschränkungen des öffentlichen Lebens verschärft werden, wenn sich dies als notwendig erweise, sagt Polizeiminister Kit Malthouse. Die Chefin der Londoner Polizei und ranghöchste Polizeibeamtin des Landes, Cressida Dick, schreibt in einem Gastbeitrag für die "Times", es sei klar, dass diejenigen, die gegen die Auflagen verstiessen, verstärkt mit Geldstrafen rechnen müssen.

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08:05

Ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reist am Donnerstag von Singapur ins chinesische Wuhan. Das teilt der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums mit. Die WHO-Fachleute wollen den Ursprung der Pandemie untersuchen. Vor gut einem Jahr wurden die ersten Corona-Fälle in Wuhan nachgewiesen. Am Montag hatte China mitgeteilt, dass die Einreiseerlaubnis nach einiger Verzögerung erteilt wurde.

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07:10

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist binnen 24 Stunden um mindestens 221.410 auf 22,46 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Mindestens 2031 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 376.188. Die USA weisen weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Die Übersicht zur weltweiten Verbreitung des Coronavirus von der Johns Hopkins University findet sich hier.

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06:50

Die verschärften Massnahmen, die der Bundesrat am Freitag bei den Kantonen in die Konsultation gegeben hat, sind einschneidend. Offenbar wollen viele Kantonsregierungen nicht mehr die Hauptverantwortung dafür tragen, berichtet der "Tagesanzeiger". So wünschten laut Recherchen der Zeitung bereits im Dezember 12 der 26 Kantone  eine Rückkehr in die ausserordentliche Lage. Damals hatte Konferenz der Kantonsregierungen (KDK) die Kantone dazu befragt. 

Die Begründungen der Befürworter gehen dabei auseinander. So argumentieren die St. Galler, dass schon die geltenden Massnahmen weit über den Rahmen der besonderen Lage hinaus gingen. Kantone, die die Lage anders beurteilten als der Bund, würden regelmässig übersteuert und müssten dennoch die Verantwortung für die Massnahmen tragen – einschliesslich der Folgekosten. 

"Wenn der Bundesrat aufgrund seiner epidemiologischen Lagebeurteilung zur Auffassung gelangt, dass für wesentliche Teile des gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens einheitliche und weitreichende Massnahmen angezeigt sind, ist aus unserer Sicht die ausserordentliche Lage auszurufen", zitiert der "Tagesanzeiger" den St. Galler Staatssekretär Benedikt van Spyk. 

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06:30

Nach dem grössten Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten haben die Behörden die Ausgangssperren für Millionen von Menschen vor den Toren Pekings ausgeweitet. Nach den 18 Millionen Einwohnern der Metropolen Shijiazhuang und Xingtai sollen auch die fünf Millionen Bewohner des Verwaltungsbezirks von Langfang südlich der chinesischen Hauptstadt für sieben Tage nicht vor die Tür, wie die Stadtregierung am Montag verkündete.

Nachdem China das Virus seit dem Sommer nach offiziellen Angaben weitgehend im Griff und das Leben sich längst normalisiert hatte, sind die Behörden höchst alarmiert. Bisher wurden rund 500 Infektionen in der Provinz Hebei nachgewiesen, die Peking umschliesst. Die Gesundheitskommission berichtete dort am Dienstag von 40 neuen Fällen. Am Vortag waren es 82 Infektionen in Hebei gewesen und 103 landesweit - die höchste Tageszahl in China seit Juli.

 

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05:45

Das Robert-Koch-Institut meldet 12.802 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden in Deutschland. Das sind rund 900 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Allerdings sind die Zahlen derzeit nur bedingt vergleichbar, weil über Weihnachten und rund um den Jahreswechsel weniger getestet und übermittelt wurde. 891 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus, wie das RKI weiter mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt leicht auf 164,5 von zuletzt 167. Bund und Länder streben an, den Wert der binnen sieben Tagen gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner auf unter 50 zu drücken, um das Virus unter Kontrolle zu bringen und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Insgesamt sind nun über 1,933 Millionen Ansteckungen bestätigt und 41.577 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Als genesen gelten rund 1,570 Millionen Menschen.

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04:15

Mexiko erwägt den Kauf des russischen Impfstoffs Sputnik V. "Wir denken, dass wir bis zu 24 Millionen Dosen des Impfstoffs brauchen könnten, für zwölf Millionen Menschen", sagt der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell. Das Mittel muss pro Person zwei Mal gespritzt werden. Ausserdem rechne Mexiko, das stark unter der Pandemie leidet, spätestens am Dienstag mit ersten Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs, der in Argentinien hergestellt werde.

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04:00

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden am gestrigen Montag 6523 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 72 Stunden registriert. Dies ging aus den am Montag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor. Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 3'221. Am Freitag lag dieser Schnitt noch bei 3'211, vor einer Woche bei 3'382. Zudem wurden 249 neue Spitaleinweisungen und 112 neue Todesfälle gemeldet.

Letzte vergleichbare Zahlen stammen vom 21. Dezember und vom 14. Dezember. Damals wurden jeweils zuletzt die Zahlen zu den abgelaufenen 72 Stunden bekanntgegeben. Sie betrugen 10'002 (21.12.) neue Coronavirus-Ansteckungen und 10'726 (14.12.).

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03:15

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga will laut Nachrichtenagentur Kyodo in drei weiteren Präfekturen den Ausnahmezustand verhängen - und zwar in Osaka, Kyoto und Hyogo. Rund um Tokio gilt dieser bereits seit vergangener Woche.

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02:45

Das Gesundheitsministerium in Mexiko zählt 7594 neue Corona-Fälle und 662 Todesfälle binnen 24 Stunden. Damit sind es jetzt insgesamt 1,541 Millionen Fälle. 134.368 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben.

Die Übersicht zur weltweiten Verbreitung des Coronavirus von der Johns Hopkins University findet sich hier.

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02:10

China meldet 55 neue Corona-Fälle, nachdem es am Tag zuvor noch 103 waren. Der Grossteil davon entfällt auf die Provinz Hebei, die Peking umgibt.

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01:45

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. "Mit circa 6000 intensivbehandlungsbedürftigen Patienten, deren Versorgung deutlich höhere Personalressourcen bündelt, ist ein hoher Belastungsgrad im System insgesamt erreicht, in vielen Kliniken vor Ort zum Teil bereits überschritten", sagt Hauptgeschäftsführer Georg Braun der "Rheinischen Post". Um die Leistungsfähigkeit der medizinischen Versorgung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie zu sichern, seien Lockdowns und Begegnungsbegrenzungen weiterhin notwendig.

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00:15

Der Covid-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sollte nach Angaben des Unternehmens mindestens ein Jahr lang wirken. Moderna will dieses Jahr zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Dosen des Impfstoffs ausliefern.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)