+++Coronavirus-Update+++ - Corona: Nationalräte fordern Öffnung der Restaurants am 22. März - Taskforce soll «Maulkorb» erhalten - Läden in der Schweiz bereiten sich auf Lockdown-Ende am Montag vor - Biontech-Chef: Normalität kehrt im Spätsommer zurück

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
27.02.2021 18:02
Digitale Hinweistafel des Bundesamts für Gesundheit BAG in Liechtenstein.
Digitale Hinweistafel des Bundesamts für Gesundheit BAG in Liechtenstein.
Bild: cash/mfo

14:30

Wegen steigender Infektionszahlen verschärft Italiens Regierung die Beschränkungen in fünf der zwanzig Regionen. Erstmals seit Ende Januar wurden mit der Basilikata und Molise zwei Regionen als rote Zone deklariert. Das ist die höchste der vier Risikostufen mit den Farben weiss, gelb, orange und rot.

Damit müssen ab Montag Bars und Restaurants schliessen, ebenso alle Geschäfte bis auf die zwingend notwendigen wie Lebensmittelläden. Die Bewegungsfreiheit der Menschen ist stark eingeschränkt. Für die Lombardei, das Piemont und die Marken wurde die Stufe von gelb auf orange erhöht. Die Behörden meldeten am Freitag 20'500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, am Tag zuvor waren es knapp 19'800.

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14:15

Der russische Impfstoff Sputnik V ist russischen Forschern zufolge auch gegen Varianten des Coronavirus wirksam. Eine erneute Impfung mit dem Vakzin wirke "sehr gut" gegen neue Virus-Varianten, darunter auch die besonders ansteckende britische und südafrikanische, teilt das Gamaleja Zentrum mit, das Sputnik V entwickelt hat. Das zeigten Tests für eine Studie, deren Details demnächst veröffentlicht werden sollen.

 

 

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14:00

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats will die im Lockdown wegen der Covid-19-Pandemie geschlossenen Restaurants am 22. März wieder öffnen. Die Covid-Taskforce soll einen Maulkorb erhalten. Das schlägt die Kommission in einer dringlichen Änderung des Covid-19-Gesetzes vor.

Neben den Restaurants sollen auch Kultur-, Unterhaltungs-, Freizeit- und Sportstätten wieder öffnen. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) nimmt damit mit 12 zu 11 Stimmen bei einer Enthaltung einen Antrag der nationalrätlichen Gesundheitskommission auf, wie die Parlamentsdienste am Samstag mitteilten.

Für die Kommissionsmehrheit erlaubt die epidemiologische Lage den Schritt. Es sei nicht mehr gerechtfertigt, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weiterhin auf Sparflamme zu halten. Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes soll sich nicht mehr zu Massnahmen gegen das Coronavirus äussern. Die Information der Öffentlichkeit soll gemäss der Kommission nur noch durch Bundesrat und Parlament erfolgen. Das beantragt die Kommission ihrem Rat mit 13 zu 10 Stimmen bei zwei Enthaltungen.

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13:15
 
Die deutsche Regierung will Handynutzer bei der Einreise nach Deutschland per SMS auf die Infektionsschutzvorschriften hinweisen. Von Montag an sollen die Mobilfunknetzbetreiber diese Kurznachrichten an alle Handys verschicken, die sich in ein deutsches Netz einbuchen. Das teilte das Gesundheitsministerium mit.
 
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12:50

In Russland melden die Gesundheitsbehörden 11'534 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf über 4,23 Millionen. Russland verzeichnet weltweit die vierthöchste Infektionszahl nach den USA, Indien und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um 439 auf 85'743.

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09:05

Bundespräsident Guy Parmelin und Justizministerin Karin Keller-Sutter weisen den Vorwurf der SVP an den Bundesrat zurück, die Schweiz sei in der Corona-Pandemie zu einer Diktatur unter Führung von Gesundheitsminister Alain Berset geworden.

In der Schweiz habe das Volk das letzte Wort, sagte Parmelin gegenüber den Zeitungen der CH-Media. Die Stärke der Schweiz liege in ihren Institutionen, äusserte sich ihrerseits Keller-Sutter im gleichen Doppel-Interview.

Wenn man die Institutionen schlecht rede und destabilisiere, bedrohe man das System der Schweiz. Das sei gefährlich. Der Bundespräsident (SVP) und die Bundesrätin (FDP) verteidigten den vorsichtigen Kurs der Landesregierung in der Corona-Pandemie.

Mehr dazu hier.

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08:00

Am nächsten Montag dürfen Läden in der Schweiz wieder öffnen. Wie sich die Geschäftsinhaber vorbereiten, was für Herausforderungen bestehen und ob ein Massenansturm erwartet wird, beschreibt der "Blick" hier.

Die Corona-Lage in der Schweiz bleibt laut den Experten schwer einschätzbar. Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit sagte während einer Medienkonferenz am Freitag, dass die epidemiologische Lage gut sei, wenn auch instabil. Sowohl bei den Fallzahlen als auch bei den Hospitalisationen und Todesfällen zeichne sich eine leichte Entspannung ab.

Seit November hätten sich die Fallzahlen etwa dreimal halbiert, erklärte Martin Ackermann, Präsident National COVID-19 Science Task Force. In letzter Zeit stagniere die Entwicklung aber. Man beobachte zwei gegenläufige Tendenzen: "Die alte Variante nimmt immer mehr ab, die neuen Mutationen steigen", so Ackermann. Da die Impfkampagne noch nicht so angelaufen sei, müsse man aktuell vorsichtig bleiben.

Die Medienkonferenz kann hier in der Wiederholung angeschaut werden:

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden am Freitag 1065 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1022. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 1016, vor einer Woche bei 1007. Zudem wurden 45 neue Spitaleinweisungen und 8 neue Todesfälle gemeldet.

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05:50

Der BioNTech-Gründer Ugur Sahin geht davon aus, dass im Spätsommer ein "normales Leben" wieder möglich sei. Dies sagte der Gründer des Impfstoffentwicklers in einem Interview mit dem deutschen Magazin "Der Spiegel"

Sahin spricht sich für einen langfristigen Erhalt der Impfstoff-Produktionskapazitäten aus. In den kommenden Jahren müssten zwei Dinge sichergestellt werden, sagt Sahin der Zeitung "Bild" laut Vorabbericht: "Zum einen die fortlaufende Produktion des Impfstoffes, damit für Auffrischungen und andere Länder ausreichend Dosen vorhanden sind. Und zum anderen müssen wir auch in der Lage sein, beim Auftauchen einer Super-Mutante schnell einen angepassten Impfstoff produzieren zu können."

 

 

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05:10

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9762 neue Positiv-Tests in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 63,8 (Vortag: 62,6). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. Den neuen Angaben zufolge starben 369 weitere Menschen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 69'888. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,43 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

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03:20

Die brasilianische Hauptstadt Brasilia befindet sich in einem 24-stündigen Lockdown wegen steigender Corona-Zahlen. Die Intensivstationen der drittgrössten Stadt des Landes seien so voll wie auf dem Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Jahr, teilt das Gesundheitsamt mit. Die Abriegelung wurde vom Gouverneur angeordnet und steht im Gegensatz zur Überzeugung des rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro. Dieser spielt die Schwere der Pandemie unter und will die Nothilfe bei Lockdowns streichen.

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22:40

Die tschechische Regierung hat für weitere 30 Tage einen Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser soll ab Sonntag gelten und den aktuellen Ausnahmezustand ablösen. Durch die Regelung erhält die Regierung Sonderbefugnisse, mit denen sie Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie durchsetzen kann. Tschechien hat auf die Bevölkerungszahl bezogen eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

Die Regierung verabschiedet eine Reihe von weiteren Einschränkungen, wie die Schliessung von Vorschulen. Erst- und Zweitklässler müssen zudem wie alle anderen Schüler auf Online-Unterricht umschwenken. Auch darf der eigene Wohnbezirk nicht mehr verlassen werden, ausser für notwendige Reisen. Auch die Liste der Geschäfte, die geschlossen bleiben müssen, wird ausgeweitet. Die Massnahmen gelten ab Montag für drei Wochen.

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21:45

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fordert eine "dauerhafte, umfassende und anhaltende humanitäre" Pause aller bewaffneten Konflikte, um Impfungen gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Das heisst es in einer Resolution, die die 15 Mitgliedstaaten des Gremiums einstimmig verabschieden.

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20:45

Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 70,5 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 94,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)