+++Coronavirus-Update+++ - Corona: Roche kann seit Freitag keine Corona-Selbsttests mehr liefern - Eine von 1000 Impfungen in der Schweiz verursacht Nebenwirkungen - Corona-Demo in Altdorf - EU-Ratspräsident: «Europa wird führender Impfstoffhersteller»

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
10.04.2021 18:45
Corona-Schnelltest für zu Hause.
Corona-Schnelltest für zu Hause.
Bild: imago images / Andreas Haas

+++ zum Coronavirus-Update vom 11. April 2021 geht es hier +++

18:45

Mehrere hundert Kritikerinnen und Kritiker der Coronapolitik haben sich am Samstag zu einer nicht bewilligten Kundgebung in Altdorf UR versammelt, zunächst beim Tellldenkmal auf dem Hauptplatz und dann auf einem Hof ausserhalb des Orts. Die Polizei griff zwar ein, konnte die Demonstration aber nicht verhindern.

Eine Sprecherin der Kantonspolizei Uri sprach auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von rund 500 Personen, die in Altdorf zusammengekommen waren. Für die ursprünglich geplante, aber nicht bewilligte Kundgebung war die Rede von bis zu 10'000 Personen gewesen. Die Polizei sprach rund hundert Wegweisungen aus.

Zur ausführlichen Meldung: Trotz Demonstrationsverbot versammeln sich Hunderte in Altdorf UR

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17:45

In Italien deuten Zahlen vom Samstag auf eine Entspannung der Pandemielage hin. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen sank auf 17'567 von 18'938 am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. In den Krankenhäusern wurden ausserhalb der Intensivstationen 27'654 Corona-Patienten behandelt, nachdem es am Vortag noch 28'146 gewesen waren. Die Zahl der Intensivpatienten sank auf 3588 von 3603. An oder mit dem Coronavirus starben 344 Menschen nach 718 am Vortag.

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16:40

EU-Ratspräsident Charles Michel hat den Aufstieg der Europäischen Union zu einem führenden Impfstoffproduzenten der Welt vorausgesagt. "Wenn wir die Produktion in den nächsten Wochen weiter beschleunigen, wird Europa ein führender, vielleicht sogar der weltgrösste Impfstoffhersteller sein", sagte Michel dem "Handelsblatt" und anderen europäischen Wirtschaftsmedien am Samstag.

Zum Vergleich mit den USA beim Abschneiden in der Corona-Krise meinte Michel, man müsse "alle Elemente" der Krisenpolitik berücksichtigen. Dazu zählten auch die grosszügigeren europäischen "sozialen Schockabsorber" wie die Sozialleistungen.

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14:20

Thailand will in der Hauptstadt Bangkok 10'000 Feld-Lazarettbetten aufstellen. Damit solle die Versorgung sichergestellt werden, sagt ein Vertreter der Gesundheitsbehörde. Mindestens ein Dutzend Krankenhäuser in Bangkok hatten erklärt, seit Freitag nicht mehr auf das Coronavirus zu testen, weil entweder die Tests oder die Kapazität in den Kliniken fehlten. In Thailand müssen einer Anordnung der Behörden zufolge positiv Getestete stationär aufgenommen werden.

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12:50

Der Iran ordnet nach staatlichen Angaben im Grossteil des Landes einen zehntägigen Lockdown an. Betroffen seien 23 der 31 Provinzen. Unternehmen, Schulen, Theater und Sporteinrichtungen müssen schliessen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Versammlungen seien verboten.

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11:00

Aufgrund der sehr hohen Nachfrage kann das Pharmaunternehmen Roche den Apotheken seit Freitagnachmittag keine Corona-Selbsttests mehr abgeben.

Die Lieferungen könnten erst "ab Anfang nächster Woche" wieder aufgenommen werden. Ab dann werde Roche wieder mehrere hunderttausend Tests pro Tag ausliefern können, teilte das Pharmaunternehmen am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Sie gingen davon aus, dass der Bedarf "im Wochenverlauf" voll abgedeckt werden könne.

Mehr zum Thema: Roche kann seit Freitagnachmittag keine Corona-Selbsttests mehr liefern

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09:40

Der Corona-Cocktail von Roche-Partner Regeneron wird von der US-Behörde National Institutes of Health (NIH) nachdrücklich empfohlen. Die Behandlungsrichtlinien der NIH würden Regen-Cov zur Therapie von nicht-hospitalisierten Coronapatienten mit einem hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs empfehlen, teilte Regeneron am Freitagabend in einem Communiqué mit.

Die neuen Richtlinien basieren laut den Angaben zum Teil auf robusten klinischen Daten mit mehr als 4'500 ambulanten Patienten, die zeigen, dass Regen-Cov das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls im Vergleich zu Placebo signifikant um 70 Prozent reduziert. Mit dem Cocktail aus den Mitteln Casirivimab und Imdevimab könnten zehntausende von unnötigen Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen durch Corona vermieden werden, erklärte Regeneron-Chef Leonard Schleifer.

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08:55

Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht. Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr. Auch Bayer werde den mRNA-Impfstoff produzieren.

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08:00

Indiens Gesundheitsministerium meldet 145'384 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 794 auf nunmehr 168'436. Insgesamt wurden damit bislang 13,21 Millionen Fälle in Indien bestätigt. Nur die USA und Brasilien haben mehr Infektionen registriert, doch in der vergangenen Woche wurden nirgends so viele Fälle bestätigt wie in Indien. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat Maharashtra, in dem die Millionenmetropole Mumbai liegt, gilt über das Wochenende ein Lockdown.

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06:16

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag 24'097 Neuinfektionen in Deutschland. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 2'980'413. Weitere 246 Menschen starben dem RKI zufolge innerhalb von 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus. Damit wuchs die Zahl der Menschen, die nach einer Ansteckung gestorben sind, auf 78.249. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte von 105,7 am Vortag auf 120,6.

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05:30

Nach rund 1,6 Millionen verabreichten Dosen in der Schweiz sind bis am vergangenen Sonntag 1174 Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe eingegangen, teilte das Heilmittelinstitut Swissmedic am Freitag mit. Sie betrafen demnach zu nahezu gleichen Teilen die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna.

Zwar sei es nicht möglich, die Meldungen direkt mit den Impfungen zu vergleichen, doch retrospektiv zeige sich eine ungefähre Melderate von einer Meldung pro 1000 verimpften Dosen. Bei 68,3 Prozent der Fälle handelte es sich um Frauen. 

Zwei Drittel der Meldungen (66,3 Prozent) galten gemäss Swissmedic als nicht schwerwiegend, ein Drittel wurde als schwerwiegend eingestuft. In den 396 Fällen, die als schwerwiegend beurteilt wurden, mussten die Personen entweder im Spital behandelt werden – oder die Reaktion sei aus anderen Gründen als medizinisch bedeutsam betrachtet worden. In den meisten Fällen seien die Betroffenen aber nicht gefährdet gewesen. Deren Symptome reichten von Fieber, Luftnot, Kopfschmerzen, Erbrechen oder hohem Blutdruck bis zu einer Infektion mit einer Covid-19-Erkrankung.

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22:05

Trotz hoher Zahlen an Todesfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie lockern der brasilianische Bundesstaat Sao Paolo und die Stadt Rio de Janeiro die Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Betrieb von Gaststätten wird mit Einschränkungen wieder erlaubt. Am Donnerstag verzeichnete Brasilien eine Höchstzahl von 4249 Sterbefällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, davon mehr als 1500 in Sao Paolo und Rio de Janeiro.

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20:30

In Italien werden am Montag die Beschränkungen in sechs der 20 Regionen gelockert. Von der Entscheidung des Gesundheitsministeriums ist auch die Lombardei betroffen, wo die Finanzmetropole Mailand liegt. In den vergangenen fünf Tagen ist in Italien die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um 30 Prozent gefallen.

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20:00

Pfizer und BioNTech beantragen in den USA eine Notfallzulassung für ihren Impfstoff bei Jugendlichen. Diese würde die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahre abdecken. Die Pharmakonzerne gaben im März bekannt, ihr Impfstoff habe sich in einer Studie dazu als wirksam und sicher erwiesen.

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Beim Klick auf die Grafik erscheint die Übersicht zur weltweiten Fallzahlen-Entwicklung der Johns Hopkins University.

(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)