+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: Italien meldet geringste Zunahme bei Toten seit 25 Tagen – Schweizer hustet absichtlich Polizisten an - Festnahme

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
07.04.2020 18:40
Der Qurinalspalast in Rom, Ende März zum Gedenken an die Toten in den Nationalfarben grün-weiss-rot illuminiert.
Der Qurinalspalast in Rom, Ende März zum Gedenken an die Toten in den Nationalfarben grün-weiss-rot illuminiert.
Bild: imago images / Pacific Press Agency

18:30

Aus Italien werden 604 neue Todesfälle gemeldet, die geringste Zunahme seit dem 13. März. Auch die Zahl der neuen bekannten Infektionen fiel und lag dem Katastrophenschutzamt zufolge bei 3039. Insgesamt sind damit 17'127 Tote und 135'586 Infizierte gemeldet.

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17:50

Die Zahl der Todesfälle im Bundesstaat New York steigt stärker. Gouverneur Andrew Cuomo gibt einen Anstieg um 731 auf 5489 Tote bekannt, der grösste Anstieg binnen eines Tages. Cuomo weist darauf hin, dass die Epidemie in der Stadt seit "nur 37 Tagen" grassierte. Die Influenza-Pandemie von 1918 habe sechs Monate in New York gewütet.

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17:30

Ein 58-jähriger Schweizer hat in Winterthur am Montag absichtlich einen Polizisten angehustet. Er wurde festgenommen und wird nun wegen "Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte" an die Staatsanwaltschaft überwiesen. Der Mann gehörte zu einer Gruppe von fünf Männer, die am Montagabend vor einem Geschäft Passanten anpöbelte und dabei die vorgeschriebene Mindestdistanz nicht einhielt, wie die Stadtpolizei am Dienstag mitteilte.

Als die alarmierten Polizisten die Gruppe auf die Distanzregeln hinwiesen, reagierten die Männer ablehnend. Der 58-Jährige begann plötzlich aus nächster Nähe absichtlich einen der Polizisten anzuhusten. Ein Test ergab später, dass der Angeschuldigte "glücklicherweise nicht mit dem neuen Coronavirus infiziert war", wie die Polizei schreibt.

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16:45

In Norwegen kündigt Ministerpräsidentin Erna Solberg an, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens schrittweise wieder gelockert werden sollen. "Gemeinsam haben wir das Virus mittlerweile unter Kontrolle, daher können wir die Gesellschaft nach und nach öffnen", sagt sie auf einer Pressekonferenz.

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16:30

Die internationalen Börsen erleben am Dienstag einen weiteren Aufschwung. Der US-Leitindex Dow Jones gewinnt am Dienstag 2 Prozent, nachdem er schon am Montag über 7 Prozent gestiegen war. Der deutsche Leitindex Dax steht am Dienstag ebenfalls 2 Prozent höher. Seit Mitte März hat der Index rund 20 Prozent dazugewonnen.

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15:30

Um über das Osterwochenende möglichst viele Menschen von Reisen ins Tessin abzuhalten, richtet die Polizei einen Kontrollplatz in Göschenen UR ein. Sie lanciert eine Sensibilisierungskampagne unter dem Motto: "Wenn Sie den Kanton Tessin lieben, bleiben Sie jetzt zu Hause." Die Tessiner und die Urner Kantonspolizei informierten am Dienstagnachmittag in Wassen UR vor den Medien über die Aktion. Bei einem Kontrollplatz werde der Verkehr in Richtung Süden angehalten und triagiert. Man werde die Personen informieren und kontrollieren.

Waren- und Berufsverkehr sowie Personen mit Wohnsitz im Tessin oder in Italien könnten weiterfahren. Die übrigen Verkehrsteilnehmer erhalten einen Flyer. Danach könnten sie selber entscheiden, ob sie umkehren oder weiterfahren wollten. Dazu werde man Daten erheben. Die Situation am Gotthard sei aktuell bereits markant anders als in den Vorjahren. Das Verkehrsaufkommen betrage noch 20 Prozent. Die Polizei gehe nicht davon aus, dass sie den üblichen Reiseverkehr zu erwarten habe. Doch viele Deutschschweizer besässen ein Haus oder eine Ferienwohnung im Tessin und möchten über die Ostertage in den Süden reisen.

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15:10

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben stabil. Johnson hatte die Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verbracht. Ein Regierungssprecher äusserte sich am Dienstag in London zum Zustand des Premiers. Der 55-Jährige musste bislang auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Dem Regierungschef werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er "atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung". 

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15:00

In den USA sind an einem Tag 1343 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das ging am Dienstag aus den Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins für den Montag hervor. Am Sonntag waren es noch rund 1200 Tote gewesen. Insgesamt sind demnach in den USA bislang rund 11'000 Menschen infolge einer Infektion mit der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 lag am Dienstagmorgen bei rund 370'000. Die USA, ein Land mit 330 Millionen Einwohnern, haben damit die höchste Infektionszahl aller Länder. Die Fallzahlen lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und erwarteten hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

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14:00

Der Bund informierte die Öffentlichkeit im Rahmen einer Medienorientierung in Bern über Entwicklungen und Massnahmen in der Coronakrise. Daniel Koch, Delegierter des BAG für COVID-19, wies darauf hin, dass die Zahl der Neuerkrankungen in der Schweiz sinkt. Die Lage scheine sich zu stabilisieren und eher zu verbessern. Es sei eindeutig, dass das Verhalten der Bevölkerung sich positiv auf die Fallzahlen ausgewirkt habe. Doch es gebe bereits eine beträchtliche Anzahl von Todesfällen, 412 Personen müssten immer noch auf den Intensivstationen beatmet werden.

"Das Problem ist bei weitem nicht gelöst", sagte Koch. Es gelte, sich weiter an die Empfehlungen und Vorschriften zu halten. Koch rief auch dazu auf, dass sich Erkrankte nötigenfalls unbedingt medizinisch versorgen lassen müssten. Der Bund habe einen schweizweiten Überblick über die Anzahl der Intensivplätze. Es habe überall noch freie Plätze auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten, sagte Koch.

Die Rückholaktion des Bundes habe den Höhepunkt erreicht oder schon überschritten, sagt Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum EDA. Lenz kündigt das baldige Ende der Rückholaktion an. Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten, fügt an, dass die Schweizer Bevölkerung die Nagelprobe für das Osterwochenende bestanden habe. Die meisten Leute hätten die Massnahmen des Bundes am letzten Wochenende verstanden. "Es gilt jetzt aber durchzuhalten", mahnt Blättler. Man dürfe das bisher erreichte nicht aufs Spiel setzen. "Verzichten sie derzeit auf Reisen", sagt Blättler. 

Die Polizei will über Ostern zudem Autofahrer am Gotthard anhalten und versuchen, zum Umkehren zu überreden, so Blättler. Das sei möglich, auch ohne Ausgangssperre. Man wolle mit den Leuten ins Gespräch kommen. 

Hier der Livestream der Medienkonferenz als Repaly:

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11:30

In der Schweiz haben sich nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) 22'242 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der bestätigten Fälle ist damit um 590 höher als am Vortag. Am Montag hatte der Zuwachs 552 betragen, nach einem Plus von 822 einen Tag zuvor. Bislang starben 641 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Die Website corona-data.ch zählt hingegen 787 Todesfälle. 

Von den Todesfällen, die das BAG angab, waren 62 Prozent Männer und 38 Prozent Frauen. Die Hälfte von ihnen war über 83 Jahre alt und 98 Prozent litt mindestens an einer Vorerkrankung, vor allem Bluthochdruck (66 Prozent), Herz-Kreislauferkrankung (56 Prozent) und Diabetes (28 Prozent).

Obwohl die bestätigten Neuansteckungen von Donnerstag (+1036) bis Montag (+552) täglich leicht zurückgegangen waren, weise die Schweiz weiterhin eine der höchsten Inzidenzen in Europa auf, schreibt das BAG. Diese betrug am Dienstag 259 Fälle pro 100'000 Einwohner. Gemäss BAG wurden bisher 167'429 Tests durchgeführt. 15 Prozent davon seien positiv ausgefallen. 47 Prozent der positiv getesteten waren Männer, 53 Prozent Frauen. Bei Personen ab 60 Jahren waren Männer dagegen häufiger betroffen als Frauen. Auch die Mehrzahl der über 2000 hospitalisierten Personen waren Männer (61 Prozent). Sie litten am häufigsten unter Fieber (68 Prozent), Husten (65 Prozent) und Atembeschwerden (40 Prozent). 87 Prozent der Menschen, die im Spital behandelt werden mussten, hatten Vorerkrankungen. Weiterhin am meisten Covid-19-Fälle pro 100'000 Einwohner gibt es in den Kantonen Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt.

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In Spanien sind erstmals seit fünf Tagen wieder mehr Menschen binnen 24 Stunden infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben. 743 weitere Patienten seien der Lungenkrankheit erlegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt starben damit 13'798 Menschen. Am Montag war noch ein Anstieg um 637 gemeldet worden. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg von 135'032 auf 140'510.

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11:15

Japans Regierungschef Shinzo Abe hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand für Tokio und sechs andere Provinzen ausgerufen. Die Massnahme tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 6. Mai für Tokio, die drei Nachbarprovinzen Chiba, Kanagawa und Saitma sowie Osaka, Hyogo und Fukuoka. Damit dürfen die Behörden die Bürger anweisen, in ihren Häusern zu bleiben, sowie die Schliessung von Schulen und anderen Einrichtungen verordnen. Eine harte Abschottung wie in Italien oder Frankreich ist das aber nicht. Bürger können bei Missachtung weder belangt werden, noch können Firmen gezwungen werden, zu schliessen. Doch dürften die Aufrufe der Behörden psychologischen Druck auf das Volk ausüben, sie zu befolgen.

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10:50

Der Chatdienst WhatsApp macht es in der Corona-Krise noch etwas umständlicher, Nachrichten weiterzuleiten. Das soll die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus bremsen. WhatsApp-Nachrichten, die bereits häufig verteilt wurden, können nur noch einzeln an einen Chat weitergeschickt werden, wie der zu Facebook gehörende Dienst am Dienstag mitteilte. Bisher war das in bis zu fünf Chats gleichzeitig möglich.

Die Nachrichten bei WhatsApp haben Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - deshalb ist ihr Inhalt nur für die Nutzer im Klartext sichtbar, aber nicht für den Dienst selbst. Damit kann WhatsApp nicht direkt gegen Falschinformationen oder Hetzkampagnen vorgehen. Deshalb versucht die Firma, die Weiterverteilung von Nachrichten generell schwieriger zu machen. So werden bereits seit dem vergangenen Jahr häufig weitergeleitete Nachrichten markiert, und damals war auch die Beschränkung auf fünf Chats gleichzeitig beim Weiterschicken eingeführt worden.

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10:30

Finnland verschärft die Grenzkontrollen und verlängert sie bis zum 13. Mai. Vor allem der Pendlerverkehr an den Grenzen zwischen Schweden und Norwegen solle eingeschränkt werden, teilt die finnische Regierung mit. Im Norden des Landes fahren täglich Hunderte Pflegekräfte nach Schweden, wo sie in der Grenzregion dringend im Gesundheitswesen gebraucht werden. Die Regierung in Helsinki aber beobachtet mit wachsender Sorge den vergleichsweise laxen Umgang Schwedens mit der Epidemie. In Finnland wurden bislang 2176 Infektions- und 27 Todesfälle bestätigt. In Schweden sind es nach Reuters-Daten 7206 Infektionsfälle, 477 Menschen starben infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

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09:00

Frankreich hat nach Einschätzung der Regierung den Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht. "Wir sind noch immer in einer Phase der Verschlechterung", sagt Gesundheitsminister Olivier Veran im Fernsehsender BFM. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens blieben so lange in Kraft, wie das nötig sei. Nach den am Montag veröffentlichten Daten ist der Anstieg der Zahl der am Virus gestorbenen Patienten wieder steiler geworden. Fast 9000 Menschen sind bislang der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen.

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08:50

Der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson liegt weiter auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Sein Gesundheitszustand sei unverändert, sagen zwei Personen aus seinem Umfeld. Johnson wurde am Montagabend auf die Intensivstation verlegt und mit Sauerstoff versorgt. Die Regierung sprach von einer Vorsichtsmassnahme für den Fall, dass Johnson beatmet werden müsse.

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08:00

In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen und der infolge einer Ansteckung verstorbenen Patienten wieder stärker angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 99'225 bestätigte Infektionsfälle, das ist ein Anstieg binnen 24 Stunden um 3834. Am Tag zuvor hatte das RKI noch 3677 Neuinfektionen mitgeteilt. Die Zahl der verstorbenen Patienten stieg um 173 auf nun 1607. Am Montag lag der Anstieg hier noch bei 92 Todesfällen binnen 24 Stunden.

Die Johns Hopkins Universität gibt die Zahl der Infektionen in Deutschland mit 103'375 an.

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06:15

Der Kampf gegen das Coronavirus geht nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in den USA in dieser Woche in eine "entscheidende und schwierige Phase". "Wir werden eine harte Woche haben, wir werden vielleicht etwas mehr als eine harte Woche haben". Dies sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. "Aber am Ende dieses Tunnels ist gewaltiges Licht." 

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, der Virologe Anthony Fauci, zeigte sich angesichts des Rückgangs der Zahl der neu in den Spitälern in New York aufgenommenen Patienten und der Zahl der dort Intubierten vorsichtig optimistisch. "Das ist die Art von guten Zeichen, nach denen man sucht", sagte er. Jetzt gelte es, mit den eingeleiteten Massnahmen fortzufahren, um aus der Krise herauszukommen.

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06:00

Die Behörden der chinesischen Grossstadt Wuhan lockern die zur Eindämmung der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen. Erstmals seit Wuhan am 23. Januar von der Aussenwelt abgeriegelt worden war, sollen die Bewohner ab Mittwoch die Stadt wieder verlassen dürfen. Von Wuhan aus hatte sich das Virus weltweit ausgebreitet. In den vergangenen 14 Tagen wurden aus Wuhan aber nur noch zwei bestätigte Neuinfektionen gemeldet.

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05:00

Mexiko verzeichnet seinen bislang höchsten Anstieg an Corona-Fällen binnen eines Tages. Das Land registrierte 296 Neuinfektionen. Insgesamt seien damit bislang 2439 Fälle erfasst. Die Totenzahl liege bei 125. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell erklärt, die Fälle würden noch erheblich zunehmen. Es sei wichtig, mehr medizinische Fachkräfte einzustellen.

(cash/Reuters/Bloomberg/SDA/AWP)