Der Dollar fiel am Mittwochmorgen unmittelbar nach der Abstimmung im Repräsentantenhaus über den Kompromissvorschlag des Senats erstmals seit acht Monaten unter die Marke von 91 Rappen und markierte bei 90,78 Rappen die tiefste Notierung seit acht Monaten. Anschliessend erholte sich der "Greenback" wieder knapp über die 91-Rappen-Schwelle. Noch im Sommer hatte der Dollar an der Paritätsgrenze zum Franken gekratzt.
Die Erleichterung über die Einigung im US-Haushaltsstreit hat auch dem Euro kräftigen Auftrieb gegeben. Er verteuerte sich zeitweise auf 1,3300 Dollar, bevor er wieder knapp unter die 1,33-Dollar-Schwelle fiel. Der Risiko-Appetit der Anleger habe spürbar zugenommen, sagten Börsianer. Hiervon profitierten auch andere Währungen wie der australische Dollar. Er verteuerte sich um rund einen US-Cent auf 1,0480 US-Dollar.
Allerdings war die Dollar-Schwäche nicht von Dauer. Bereits im Laufe des Mittwochs erholte sich die amerikanische Valuta wieder deutlich und kletterte bis am Donnerstagmorgen wieder über die Schwelle von 92 Rappen.
Bitterer Nachgeschmack trotz Kompromiss
Trotz des Etat-Kompromisses bleibe ein bitterer Nachgeschmack, betonte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. "Das große politische Drama geht weiter. In zwei Monaten wird das Gerangel um die Ausgabenkürzungen und um die Anhebung der Schuldenobergrenze wieder losgehen." Das Tauziehen werde voraussichtlich wieder bis zur letzten Minute anhalten.