Donald Trump, das Twitter-Phänomen

Schon vor der Amtsübernahme hat Donald Trump mit seinen Äusserungen auf Twitter weltweit für Furore gesorgt. Eine Übersicht über sein Gezwitscher.
20.01.2017 20:00
Donald Trump könnte als «Twitter-Präsident» in die Geschichte eingehen.
Donald Trump könnte als «Twitter-Präsident» in die Geschichte eingehen.

Account

Der Republikaner twittert unter dem Account @realDonaldTrump. Dieser ist auch für Nicht-Twitterer öffentlich einsehbar. Registriert wurde das Konto im März 2009, als nur wenige ahnten, dass Trump einmal Präsident werden könnten.

 

Tweets

Bisher setzte Trump etwa 34.300 Botschaften auf Twitter ab. Das sind durchschnittlich zwölf am Tag. Die meisten seiner Tweets sind in der (inoffiziellen) Datenbank "Trump Twitter Archive" enthalten. Dort kann man auch nach Stichwörtern suchen.

Follower

Trump hat auf Twitter mehr als 20 Millionen Follower - das sind registrierte Nutzer, die seine Äusserungen standardmässig in ihrer Timeline sehen. Allerdings sind nicht alle Follower ständig online, und es gibt bei Twitter auch Karteileichen. Aber: Tausende Twitter-Nutzer verbreiten die Nachrichten per Retweet weiter und erhöhen damit die Reichweite. Zudem greifen viele Medien Trumps Tweets umgehend auf.

Wem folgt Trump? 

Umgekehrt folgt Trump 42 Accounts. Unter ihnen sind einige seiner Firmen, Familienmitglieder und auch Journalisten.

Nach der Amtsübernahme

Wenn Trump es wünscht, kann er von Barack Obama den offiziellen Account @POTUS (Abkürzung für "President of the United States") übernehmen. Vorher werden alle Tweets archiviert und dann vom Account gelöscht. Trump kann aber die 13,6 Millionen Follower übernehmen. Auch das Präsidialamt (@WhiteHouse) hat einen eigenen Twitter-Account mit 13,4 Millionen Followern. Ob Trump die offiziellen Kanäle nutzt, ist unklar. @realDonaldTrump will er nach eigenen Worten weiter nutzen.

Twittert Trump selbst?

Nach eigener Aussage tut er das, etwa übers iPhone. Allerdings stammen in jüngster Zeit die wenigsten Tweets von einem Apple-Gerät, sondern von Smartphones oder Tablets mit dem Android-Betriebssystem. Eine Erklärung könnte sein, dass Trump seinen Mitarbeitern die Botschaften diktiert. Dies sagte er zumindest jüngst in einem Interview. Oder Trump besitzt auch Android-Geräte.

Wie kann Obama künftig twittern?

Er hat immer noch seinen Account @BarackObama, der von seiner Wahlkampforganisation Organizing for Action betrieben wird und den es schon seit dem Jahr 2007 gibt. Die Zahl der Follower beträgt 80,6 Millionen - viermal so viele wie bei @realDonaldTrump. Auch die Ex-Präsidenten @GeorgeHWBush und @billclinton sind auf Twitter vertreten.

(Reuters)