Donato Scognamiglio - «Mit Immobilien kann man nach wie vor Geld verdienen»

Die Performance bei Anlagen in Wohnliegenschaften beträgt im schweizweiten Schnitt hohe 6 Prozent. Im Video-Interview mit cash sagt IAZI-CEO Donato Scognamiglio, welche Renditen in Zukunft noch möglich sind.
20.03.2019 14:00
Von Pascal Züger
Donato Scognamiglio ist CEO des Immobilienberatungsunternehmens IAZI.
Bild: cash

"Der Run aufs Betongold war auch 2018 sehr hoch", sagt IAZI-CEO Donato Scognamiglio im Video-Interview mit cash. Wie dem am Mittwoch vom Beratungsunternehmen IAZI veröffentlichen "Swiss Property Index" zu entnehmen ist, betrug die Gesamtrendite auf Immobiliendirektanlagen per Ende des vergangenen Jahres rund 5,3 Prozent. Gemeint sind die Einnahmen aus vermieteten Wohn- und Geschäftsliegenschaften sowie ihrer Wertsteigerung. Im Bereich Wohnliegenschaften waren es sogar noch attraktivere 6 Prozent Rendite. 

Das ist zwar weniger als im Vorjahr - damals rentierten Immobiliendirektanlagen gesamthaft mit 6,2 Prozent und Wohnliegenschaften sogar mit 7,3 Prozent. Doch im Vergleich zu anderen Anlageklassen ist das noch immer äusserst lukrativ. Denn der Swiss Performance Index büsste 2018 beinahe 10 Prozent ein und bei sicheren Obligationen sowie Sparkontos liegt die Rendite ziemlich genau bei null. Kein Wunder also, wird in der Schweiz nach wie vor so viel gebaut.

Und Investments in Renditeobjekte dürften auch künftig attraktiv bleiben: "Es klingt absurd, wenn man all die Kräne sieht. Aber mit Immobilien kann man nach wie vor Geld verdienen", so Scognamiglio. In den nächsten Jahren erwartet er eine nochmals etwas tiefere Rendite von ungefähr 4,5 Prozent, was im Vergleich mit anderen Anlageopportunitäten aber noch immer attraktiv erscheint. Wer jedoch jetzt noch in den Immobilienmarkt einsteigen will, muss gemäss Scognamiglio genügend Ausdauer und Geld mitbringen, da die Erstvermietung länger als bisher dauern könne.

Wie hoch die Gesamtrendite bei Mehrfamilienhäusern ausfällt, ist stark von der Region abhängig. cash zur Verfügung gestellte Daten von IAZI zeigen, dass 2018 etwa die Orte Thalwil (Performance +10 Prozent) oder Onex (GE) (+8,3 Prozent) für Immobilieninvestoren lukrativ waren, während in Aarau (+0,2 Prozent) und Solothurn (+3,6 Prozent) deutlich weniger zu holen war. Zur Ermittlung der Gesamtrendite wird die Wertentwicklung der Immobilie mit der Rendite auf den Netto-Cash-Flow (Mieteinnahmen minus Ausgaben) addiert.

Im cash-Video-Interview sagt Donato Scognamiglio ausserdem, weshalb sich Immobilienfonds für Privatanleger besser eignen als Direktinvestments und was ein Zinsanstieg am Schweizer Immobilienmarkt auslösen wird.