Edelmetalle - Ungarn verdreifacht die Goldreserven

Die Goldreserven Ungarns haben sich auf 94,5 Tonnen verdreifacht. Das ist der höchste Stand seit Jahrzehnten.
08.04.2021 20:20
Blick auf Budapest, die Hauptstadt Ungarns.
Blick auf Budapest, die Hauptstadt Ungarns.
Bild: pixabay.com

Ziel sei es, die Wirtschaft inmitten der Corona-Pandemie, steigenden Inflationsrisiken und wachsenden Schulden zu stabilisieren, teilte die Notenbank des osteuropäischen Landes mit. "Das Auftreten globaler Spitzen bei der Staatsverschuldung oder Inflationssorgen erhöht die Bedeutung von Gold in der nationalen Strategie als sicherer Hafen und als Wertaufbewahrungsmittel", hiess es.

Analysten von Geschäftsbanken halten die Strategie für nachvollziehbar. Sie "ergibt Sinn als ein Schritt zur Diversifizierung der Reserven", sagte K&H Bank-Experte David Nemeth. "Ich kann mir auch vorstellen, dass die Notenbank einen Anstieg der internationalen Bondrenditen erwartet, was den Wert des Anleiheportfolios der Bank beeinträchtigen könnte."

Erst im März hatte die polnische Notenbank verkündet, verstärkt auf das Edelmetall zu setzen. Die Goldvorräte sollen demnach in den kommenden Jahren um weitere 100 Tonnen aufgestockt werden. Das sei unter anderem wichtig für die internationale Wahrnehmung des Landes und seiner wirtschaftlichen Stärke, hiess es. 

(Reuters)