Da schätzen von Bloomberg jüngst befragte Ökonomen. Ihre Erwartung deckt sich mit dem Stimmungsbild aus Kommentaren der Notenbanker, das auf zunehmenden Handlungsdruck hindeutet.
Der EZB-Rat wird demnach den Einlagensatz im Juli, September und Dezember jeweils um einen Viertelpunkt anheben, so dass er zum Jahresende bei 0,25 Prozent liegen wird. Der Hauptrefinanzierungssatz wird im September und Dezember erhöht, so dass er von derzeit Null auf 0,5 Prozent steigt, so die Erwartung der Ökonomen.
In einer früheren Umfrage hatten die Volkswirte für dieses Jahr nur eine Anhebung um einen Viertelpunkt erwartet. Die Veränderung spiegelt die wachsende Bereitschaft innerhalb der EZB wider, die Zinssätze ab Juli zu erhöhen und den Einlagensatz vielleicht 2022 wieder über die Nullmarke zu hieven. Acht Jahre lang hatte er inzwischen darunter gelegen.
Während die Inflationsprognosen für dieses und nächstes Jahr auf 6,7% bzw. 2,6% angehoben wurden, dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise sich 2024 auf 1,9% verlangsamen und damit wieder unter dem Ziel der EZB liegen.
(Bloomberg)
