Thomas Jordan hielt  am Montag in Frankfurt eine Rede zum Thema "Central Bank Communication: Relevance and Challenges". Negative Nominalzinsen seien ungewöhnlich und ihre Unpopularität könnte die Kritik an den Zentralbanken verstärken, sagte Jordan am Center for Financial Studies.

Die Geldpolitiker müssten daher vollständig erklären, warum diese Politik gebraucht werde und was sie zu erreichen versuche, so Jordan. 

Gänzliche Transparenz ist aber doch nicht ganz erwünscht. Denn gleichzeitig sei "mehr Kommunikation nicht gleichbedeutend mit besserer Kommunikation", sagte Jordan weiter. Denn man müsse bedenken, dass komplette Transparenz die Leute eher verwirren als aufklären könnte.

Die Schweizerische Nationalbank beliess an ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung am Donnerstag den Negativzins bei minus 0,75 Prozent. Der Zinssatz liegt seit Januar 2015 auf diesem Niveau und ist der weltweit tiefste. Die SNB gerät immer wieder in die Kritik von Ökonomen, dass sie im Vergleich zu ihren Notenbank-Kollegen in den USA, England oder bei der EZB zu wenig transparent kommuniziere.

(Bloomberg/cash)