Gesundheitswesen und Beratungsfirmen sorgen für Beschäftigungswachstum

Zum jüngsten Beschäftigungswachstum in der Schweiz haben vor allem das Gesundheitswesen und die Unternehmensberatung beigetragen. Dies zeigen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Unternehmensstruktur. Vor allem Grosskonzerne haben Personal aufgestockt.
22.08.2019 13:05

Gemäss den Auswertungen, die auf Daten der Unternehmen und Beschäftigten aus den Registern der AHV-Ausgleichskassen beruhen, zählte die Schweiz gegen Ende 2017 nahezu 5,2 Millionen Beschäftigte und damit 1,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahr, wie das BFS am Donnerstag mitteilte.

Wie die Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) zeigt, hat die Anzahl der Beschäftigten über alle Wirtschaftssektoren hinweg zugenommen, wobei der tertiäre Sektor mit einem Plus von 1,4 Prozent am meisten zulegen konnte. Im selben Zeitraum nahm die Anzahl Unternehmen um 0,7 Prozent auf 606'000 zu.

Gesundheitswesen und Grosskonzerne im Aufschwung

Den Beschäftigungsaufschwung dieser Jahre hatte der Arbeitsmarkt vor allem dem Gesundheitswesen zu verdanken. Hier stieg sowohl die Anzahl Unternehmen (+1'528) als auch die Beschäftigungszahl (+8'995) überproportional an. Darauf folgten laut BFS die Wirtschaftszweige "Unternehmensberatung" sowie "sonstige Dienstleistungen", die zusammen 6'405 Arbeitsplätze schafften.

Am anderen Ende der Tabelle habe der Bereich Handel (Gross- und Detailhandel) sowohl bei den Unternehmen (-926) als auch bei der Beschäftigung (-3'625) das grösste Minus verzeichnet.

Zudem werde die Schweizer Wirtschaft weiterhin von Firmen mit weniger als 50 Beschäftigten geprägt. Gerade bei KMU sei aber eine leichte Abflachung festgestellt worden, hiess es dazu. Demgegenüber nahm im Vergleich zu 2016 die Anzahl der Beschäftigten in den Grossunternehmen (mehr als 250 Mitarbeitende) mit einem Plus von 29'000 Beschäftigten oder 1,6 Prozent am stärksten zu.

sta/tt

(AWP)