Die Umweltorganisation Greenpeace gratulierte Rösti zwar, rief aber die Leitplanken in Erinnerung: Die Ära fossiler Energien sei vorbei und die Schweiz müsse ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 1990 um mindestens 61 Prozent reduzieren.

Scharfe Kritik übte die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) in einer Mitteilung: "Auch wenn Rösti als Konsens-Politiker gilt, fürchten wir, dass wir in der Klima- und Energiepolitik from Hero to Zero, von der Heldin zum Stillstand oder gar in den Rückwärtsgang, gewechselt haben." Umso mehr werde die SES künftig Rösti ganz genau auf die Finger schauen.

Klimastreik: Ernennung ist katastrophal

Eine Reihe klimaaktivistischer Organisationen, darunter die Umweltorganisation Umverkehr und Klimastreik Schweiz, bezeichneten die Departementsübernahme Röstis als "katastrophal". Rösti zweifle an der menschengemachten Klimaerhitzung, habe 2017 die Ratifizierung des Pariser Klima-Abkommens durch die Schweiz bekämpft sowie zuletzt das CO2-Gesetz, hiess es in Mitteilungen.

Röstis Ernennung stelle deshalb ein enormes Risiko für den energiepolitischen und ökologischen Wandel der Schweiz dar. Dabei seien die nächsten Jahre gemäss Wissenschaft absolut entscheidend, und die Schweiz handle bereits jetzt viel zu langsam.

Die Organisationen forderten von Rösti eine "politische 180 Grad-Wende". Sie riefen die Bevölkerung, die Parteien und die Kantone zudem dazu auf, den Klimaschutz aktiv und unabhängig vom Bundesrat voranzutreiben.

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(AWP)