Hedgefonds-Debakel - USA startet Kartellverfahren gegen Banken in Archegos-Fall

Den von der Archegos-Pleite betroffenen Banken droht gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg auch noch eine Untersuchung des US-Justizministeriums wegen Unternehmensabsprachen.
25.06.2021 05:47
Schriftzug und dekorative Fassadendetails am dem Dach des Credit-Suisse-Hauptsitzes in Zürich.
Schriftzug und dekorative Fassadendetails am dem Dach des Credit-Suisse-Hauptsitzes in Zürich.
Bild: imago images / Andreas Haas

Die US-Ermittler untersuchten, wie die global tätigen Banken mit den milliardenschweren Geschäften der Archegos Capital Management des Investors Bill Hwang umgegangen seien, heisst es in einer Bloomberg-Meldung vom Donnerstag. Zumindest ein Teil der Untersuchung werde von der Kartell-Division des Justizministeriums (DoJ) durchgeführt, berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Weder die Banken noch das DoJ wollten gegenüber Agenturen zum Bericht Stellung beziehen.

Der Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos von Mitte März hatte für eine Reihe von globalen Grossbanken Verluste von insgesamt mehr als 10 Milliarden Dollar verursacht. Am heftigsten hatte es die Credit Suisse getroffen, die einen Verlust von insgesamt 5 Milliarden Franken vermelden musste. Die UBS verbuchte einen Verlust 434 Millionen Dollar. Zu den weiteren betroffenen Grossbanken gehören die japanische Nomura, die US-Bank Morgan Stanley sowie die Deutsche Bank.

(AWP)

 
Aktuell+/-%
CS Group N9.3600.00%
UBS Group N15.100+0.40%
Morgan Stanley Rg96.29-0.32%
Deutsche Bank N10.432-0.48%