Iran weist US-Vorwürfe nach mutmasslichen Öltanker-Angriffen zurück

Der Iran hat jegliche Verantwortung für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman dementiert. "Der Iran weist die haltlose Behauptung der USA mit Bezug auf die Öltanker-Vorfälle vom 13. Juni kategorisch zurück und verurteilt sie auf das Schärfste", hiess es am Donnerstag (Ortszeit) in einer Mitteilung der Vertretung Irans bei den Vereinten Nationen. "Der ökonomische Krieg und Terrorismus der USA gegen das iranische Volk sowie ihre massive Militärpräsenz in der Region sind weiterhin die Hauptursachen für Unsicherheit und Instabilität in der weiteren Persischen Golfregion."
14.06.2019 06:32

US-Aussenminister Mike Pompeo hatte am Donnerstag Teheran beschuldigt, hinter den Angriffen auf zwei Öltanker zu stecken. "Es ist die Einschätzung der US-Regierung, dass die Islamische Republik Iran verantwortlich für die Angriffe ist, zu denen es heute im Golf von Oman kam", sagte Pompeo in Washington. Es handele sich um eine "nicht hinnehmbare Eskalation der Spannung durch den Iran".

Pompeo sagte, die US-Einschätzung basiere unter anderem auf Geheimdienstinformationen, auf den eingesetzten Waffen und auf ähnlichen Angriffen in jüngster Vergangenheit. Betroffen waren am Donnerstag ein von einem deutschen Unternehmen gemanagter Frachter, der einer japanischen Firma gehört, sowie ein Schiff einer norwegischen Reederei. Beide Tanker wurden beschädigt, die Besatzungen wurden in Sicherheit gebracht.

Die betroffene Meerenge, die Strasse von Hormus, ist eine der wichtigsten Seestrassen überhaupt, sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer. Über sie läuft ein grosser Teil des weltweiten Öltransports per Schiff. Die Rohölpreise stiegen deutlich./cy/scb/DP/zb

(AWP)