Das Zielband für den Dreimonats-Libor bleibt unverändert bei 0 bis 0,25 Prozent, teilte die SNB anlässlich der geldpolitischen Lagebeurteilung am Donnerstag in Bern mit. Auch der im September 2011 eingeführte Mindestkurs von 1,20 Franken bleibt bestehen.
Der Franken bleibe nach wie vor hoch bewertet. Eine Aufwertung des Frankens würde die Preisstabilität gefährden und hätte schwerwiegende Folgen für die Schweizer Wirtschaft. Der Mindestkurs bleibe im gegenwärtigen Umfeld wichtig, um bei einem plötzlichen Aufwertungsdruck auf den Franken eine unerwünschte Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen für die Schweiz zu vermeiden, schreibt die SNB weiter.
"Wir stehen bereit, den Mindestkurs wenn nötig durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchzusetzen und bei Bedarf weitere Massnahmen zu ergreifen", betonte SNB-Präsident Thomas Jordan an der Medienkonferenz, und warnte: "Der Franken könnte wieder unter Aufwertungsdruck geraten".
In den vergangenen Wochen hat sich der Franken gegenüber den Euro abgeschwächt. Am 22. Mai gab er auf 1,2649 Franken nach. Derzeit wird er um 1,23 Franken gehandelt.
Weiter deflationäre Tendenzen
Die geldpolitische Lagebeurteilung der SNB ist für den Kurs des Frankens zum Euro praktische folgenlos geblieben. Die Landeswährung gab in den ersten Minuten nach den Entscheiden zum Euro leicht ab.