Jungfraubahn einigt sich mit Scheidegg Hotels über V-Bahn-Projekt

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Die Jungfraubahnen sind bei der Planung der neuen V-Bahn einen Schritt weiter: Andreas von Almen, Hotelier auf der Kleinen Scheidegg, zieht seine Einsprache zurück. Die beiden Parteien unterzeichneten am Dienstag eine gemeinsam ausgearbeitete Vereinbarung.
17.10.2017 11:00

Diese regle "die wichtigsten Bestandteile im Umgang mit dem Tourismus auf der Kleinen Scheidegg", teilten die Jungfraubahnen mit. Sie hoffen, dass die nun noch verbliebenen Einsprachen rasch bereinigt werden können.

Ziel bleibt der Baubeginn im Frühsommer 2018. Die neue Männlichenbahn könnte Ende 2019 eröffnet werden, der Eiger-Express ein Jahr später.

Wie die Einigung mit der Familie von Almen genau aussieht, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Urs Kessler, der CEO der Jungfraubahnen, war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Hotelier von Almen hatte vor allem die geplante Linienführung kritisiert.

Die beiden Parteien hätten gemeinsame Ziele, schreiben die Jungfraubahnen. "Sie wollen das Ausflugsziel mit der Realisierung der V-Bahn qualitativ aufwerten und weiterentwickeln."

VERZICHT AUF SNOWPENAIR

Unter anderem wollen die Jungfraubahnen nach Eröffnung des Eiger-Express auf die Fortführung des "SnowpenAir" verzichten. Das Saisonschluss-Konzert im Schnee wird seit 1998 veranstaltet und lockt jährlich um die 10'000 Musikfans auf die Kleine Scheidegg.

Verschwinden werden auf der Kleinen Scheidegg auch das Tipi und das Valser-Zelt. Sie sollen durch neue Angebote ersetzt werden.

Das 400 Mio CHF teure V-Bahn-Projekt gibt in der Region seit Jahren zu reden. Die neue Bahn soll sowohl den Eigergletscher aus auch den Männlichen erschliessen. Ab einem gemeinsamen Terminal in Grindelwald Grund soll eine 3S-Bahn zum Eigergletscher und eine Zehnergondelbahn zum Männlichen führen.

dm/

(AWP)