Kantone unterstützen Ausstieg aus Schutzmassnahmen in Schritten

Die Kantone stellen sich hinter den Plan des Bundesrates, in Etappen aus den Massnahmen gegen die Corona-Pandemie auszusteigen und damit einen Jojo-Effekt möglichst zu vermeiden. Knapp die Hälfte möchten aber je nach Entwicklung der Lage kürzere Zeitintervalle für Öffnungen.
22.02.2021 14:15

Nachdem sich in den vergangenen Tagen mehrere Kantone zu den Öffnungsvorschlägen des Bundesrates geäussert hatten, veröffentlichte am Montag nun auch die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren ihre Stellungnahme. Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich am Mittwoch.

Die Kantone stellen sich hinter den Plan, die Massnahmen in Schritten und gemäss epidemiologischer Lage aufzuheben. Hauptziel solle sein, die Infektionszahlen landesweit möglichst anhaltend tief zu halten respektive zu senken, schreibt die GDK. Nicht zuletzt soll dies verhindern, dass neue Einschränkungen verhängt werden müssen.

Auch wünscht sich die Mehrheit der Kantone ein national abgestimmtes Vorgehen, ohne kantonale Differenzierungen. Die sich ausbreitenden Varianten des Coronavirus könnten die Situation in allen Kantonen innerhalb von kurzer Zeit verändern, schreibt die GDK dazu.

Terrassen schneller öffnen

Eine knappe Mehrheit möchte, dass Aussenbereiche von Gaststätten ab 1. März statt wie der Bundesrat vorschlägt ab 1. April öffnen dürfen. Allerdings müssten dann strikte Auflagen gelten, etwa dass alle Gäste sitzen müssten, nur vier Personen pro Tisch erlaubt seien, Kontakte erhoben würden und allenfalls eine Sperrstunde gelten müsste.

Sehe der Bund von dieser Öffnung ab, müssten wenigstens in geöffneten Skigebieten die Terrassen geöffnet werden, damit Gäste ihre Mahlzeiten aus dem Takeaway dort verzehren könnten. So könnten Menschenansammlungen besser verhindert werden, heisst es in der Stellungnahme der GDK. Einige Kantone lassen dies bereits zu.

(AWP)